Griechenland 2014/15

Mit dem selbstgebauten Tretboot durch die Ägäis

Plumeria Pension - Therma, Ikaria >>

Kreta

Ich bin mit einigen Erwartungen nach Kreta geflogen. Wunderschöne Landschaften,  traumhafte Küsten idyllische orte war da in diversen reiseberichten zu lesen. Leider muss das alles vor sehr langer Zeit gewesen sein. Ich bin ehrlich gesagt enttäuscht von der Insel und zum großen Teil auch von den Menschen hier. Die Insel ist ausgequetscht bis aufs letzte und ich frage mich was hier passiert wenn "neue und moderne" Technologien den weg hier her finden und auch noch den letzten tropfen blut aussaugen. Warum baut man zum beispiel für zig Millionen Euro eine neue fastautobahn über die komplette insel und blickt nun während der Fahrt auf die leere alte Straße die sich etwas weiter unten die Berge entlang schlängelt und wenigstens noch etwas charme versprüht. Ich hab selten so viel Müll rumliegen sehen und ich kam mir noch seltener so unerwünscht vor. So gibt es viele Dinge hier die mir eine weiterreise unmöglich machen. Sollen andere hier her kommen. Vielleicht liegt es ja auch an mir. Vielleicht bin ich ja reisemüde doch ich habe keine Lust durch eine mal unglaublich schön gewesene Insel zu laufen.
Ich bin mittlerweile wieder in heraklion und hab mich von meiner Infektion ganz gut erholt. Am Montag geht's zurück nach therma wo ich eigentlich hätte bleiben sollen und wollen. Doch ich wollte nicht nur nehmen ohne etwas zu geben. so musste ich einfach gehen und kreta war wohl auch ein wenig eine flucht. Nun hab ich jedoch mit koula den "Deal" dass sie mich mit Arbeit versorgt und ich einige Dinge an ihrem hotel tun kann. Ich freue mich auf therma. Nein ich freue mich auf die Menschen dort die für mich wie eine Familie geworden sind und ich werde die restliche Zeit bei ihnen verbringen.
Mein Blog ist damit vorerst beendet.
Bis zum nächsten mal bzw. Jahr.

Gepostet vor 21st February von Andreas

FEB
18
Krankenhaus
Seit langem hats mich wieder mal erwischt. Vorgestern abend hab ich schon gemerkt das war nicht stimmte. So bin ich auch Richtung Meer und nicht in den Bergen geblieben. Der Regen trieb mich eh talwärts. Tagsüber ging es eigentlich ganz gut und nachdem ich in tserpa angekommen war hab ich sogar noch ein paar souflaki gegessen in einer echt schönen taverna. Doch schon beim essen verlor ich den Appetit. Ich fragte überall nach einem Zimmer doch es war keins zu haben. So bin ich an den Strand und hab mein Zelt aufgebaut. Der Rest ist nicht erwähnenswert weil einfach nur... Das gleiche wie damals in den Anden. Zum Glück ließ das Fieber bis zum morgen nach. Ich hab mich zur taverna geschleppt und yannis der wirt hat mich nach zwei Tassen Tee ins Krankenhaus nach lerapetra gefahren. Dort hänge ich jetzt am Tropf und es geht mir langsam besser

Gepostet vor 18th February von Andreas

FEB
16
Vom Schnee gestoppt
Es war nicht zu kalt in der nacht trotzdem waren die Bäche versiegt. Ein toller Sonnenaufgang ließ mich schnell munter werden und ich bin bei Zeiten los. Der Wind war eisig und die jeepspur im Schnee machte mir das laufen nur die erste halbe Stunde leichter. Sie endete an einer wehe und ich durfte mich nun schinden im teilweise knietiefen schnee. Er hatte genau die härte dass ich immer mit einem ruck versunken bin. Eine Stunde für zwei Kilometer hab ich gebraucht bis eine Spur von der anderen Seite kam. Die winterliche Landschaft war ein Traum. Vor allem die Pinien haben es mir angetan. Leider gibt's viel zu wenig davon. Früher war die ganze Insel voll davon. Ich folgte der Spur eine ganze weile bis sie schließlich in die falsche Richtung abbog. Ich überlegte kurz ob ich es durch den Schnee versuche oder ihr weiter folge. Hab mich natürlich für den Schnee entschieden und schon bald bereut. Außer nassen Schuhen hats nichts gebracht. Die wehen waren hüfttief und ich bin umgekehrt. Noch dazu kamen Wolken auf und es wurde echt kalt. Ich begegnete auf dem Rückweg einem alten Mann der seinen Hund suchte. Er hat mich nur misstrauisch angeschaut als ich im sagte dass ich im Zelt geschlafen habe. So bin ich also talwärts und auf einem schönen olivenhain hab ich mein Zelt aufgebaut um in der wieder scheinenden sonne meine Schuhe zu trocknen. Es war zwar erst zwölf doch es tat gut einfach mal die Wärme zu genießen. Hab keine Ahnung wie weiter. Die Berge kann ich vergessen da ich keine Schneeschuhe hab. Zum meer wäre ne Option dann hab ich aber fast zwei Tage nur Straße. Muss mal wieder drüber schlafen...



Gepostet vor 16th February von Andreas

FEB
15
Schlechtes Timing
Zehn Minuten zu zeitig hab ich angefangen meinen Rucksack zu packen denn als nur noch das ausenzelt stand fing es an zu schütten. So hab ich ne halbe Stunde auf meinem Rucksack gesessen und gewartet dass es aufhört. Mit Verspätung also gings los und es sollte ein tag der besseren Sorte werden. Daran das die Wege zwei drei Meter breit sind hab ich mich gewöhnt und die Landschaft wird auch langsam abwechslungsreicher. Die schneebedeckten Berge rücken immer näher. An einer alten Kirche wollte ich schon mein Zelt aufbauen da der platz echt traumhaft war doch es war erst elf. Nachdem ich auf 700m rauf gewandert bin durfte ich nun die Hälfte wieder runter. Es war fast wie Frühling unten und an einem orangenbaum machte ich kurz rast und bediente mich. Meine erste Apfelsine direkt vom baum. Vorbei an zwei kleinen Dörfern die von weitem immer ganz toll aussehen querte ich die kleine Ebene. Es ist der niedrigste Punkt an dem man auf beiden Seiten das Meer sieht. Danach gings wieder rauf. Die ersten Pinien schmückten die hänge und Wasser gab es auch. Einen recht schönen Zeltplatz ließ ich links liegen und bereute es fast. Doch ich fand nun schon mitten im Schnee einen fast genauso schönen und konnte sogar mein Zelt noch in der sonne trocknen. Ringsherum ist es weiß und dabei bin ich erst auf neun hundert Metern. Werde morgen wohl nasse Füße kriegen und heute Nacht bei minusgraden zittern. Aber es ist toll hier oben


Gepostet vor 15th February von Andreas

FEB
14
Kirchgang
Die Wolken hingen genau wie gestern an den Bergen fest und es regnete als ich aufwachte. Doch die sonne schaffte es gegen die Wolken und so war mein Zelt halb zehn trocken. Ich entschied mich trotzdem um die Berge drumherum zu laufen da oben immer noch Nebel war. Ich wollte zu einer großen Schlucht die bei einem Erdbeben entstanden war. So würde ich sie zwar nur von unten sehen aber ich hatte keine Lust nass zu werden. Als ich über einen kleinen Sattel kam blickte ich auf schneeweiße Berge im Westen. Es sah richtig toll aus und ich hatte das Pech das die Wolken genau hier festhingen. Nach knapp zwei Stunden war ich am Schluchteingang. Zwei meter breit und die Felsen ragen 300m in die Höhe. Unweit stand eine kleine Kirche und das war gut so,  denn vom Meer kam ein mächtiger schauer. Ich wartete in der Kirche bis er vorüber war und lief dann weiter. Das breite Tal war voller olivenhaine und nach dem kleinen Ort vassiliki gings wieder bergauf. Ich verzichtete darauf meine Wasserflaschen aufzufüllen und hatte Glück dass ich noch rechtzeitig an ein Bächlein kam und vor allem einen tollen Zeltplatz bevor es wieder anfing zu regnen. Die Gegend ist richtig schön. Oft reichte der Blick bis aufs Meer und im mittlerweile abendlichen Licht sah alles gleich nochmal so schön aus. Morgen geht's Richtung Schnee. Hoffentlich ohne regen.




Gepostet vor 14th February von Andreas

FEB
13
Regenbogenland
Nach drei Tagen in lerapetra hab ich es nicht mehr ausgehalten und bin heut morgen oder vielmehr halb zehn mit dem Bus zurück nach ferma gefahren um von dort aus weiter zu wandern. Das Wetter war nicht unbedingt einladend um draußen rum zu laufen doch ich wollte mein Glück herausfordern. Noch einen warmen Latte und dann gings los. Schon auf der fahrt fing es an zu regnen. Der Wind blies die tropfen von den schneebedeckten bergen herunter die von dunklen Wolken verhüllt waren. Auf der meerseite schien die Sonne und so spannte sich ein riesiger Regenbogen über die Landschaft. Der Fahrer lies mich in ferma raus und ich fand auch gleich den weg der hinauf nach agios ioannis führte. Die Sonne schien und gleichzeitig regnete es. Den Regenbogen hatte ich fast die ganze zeit vor Augen. Der Wind war eisig und man roch den Schnee auf den Bergen förmlich. Ein Wechselspiel aus Licht und Schatten ließ die recht schöne Landschaft ständig ihre Farben ändern und ich suchte bei jedem Schauer Schutz unter einem der Bäume. Der Wind und die sonne sorgten dafür dass meine Klamotten gleich wieder trocken wurden. Als ich jedoch auf der Höhe von agios war wurde es ungemütlich. Die Sonne verschwand immer öfter hinter den Wolken welche immer dunkler wurden. So suchte ich mir einen platz für mein Zelt und war gerade fertig als ein kräftiger Schauer nieder ging. Von den Bergen war so gut wie nichts mehr zu sehen und mein Zelt flatterte im wind. Zwar hätte ich noch bis Trypiti laufen können aber ich will ja auch was sehen und nicht im Nebel rum laufen. So hoffe ich dass die Wolken morgen verschwunden sind.

Gepostet vor 13th February von Andreas

FEB
10
Lerapetra
Nach dem nervenden Erlebnis gestern bin ich heute etwas optimistischer. Es kamen einfach zu viele Dinge zusammen. Kein laden unterwegs und somit zu wenig Proviant, kein Zimmer in den Bergen (was mir ja eigentlich klar war) der anstehende Wetterumschwung mit Sturm und regen, die zehn Kilometer Straße zum Schluss und dann natürlich die dreifache abfuhr in den Hotels in achlia. Da war eine alte Frau, die sagte doch glattweg Nein,  weil ich nur eine Nacht bleiben wollte. Egal. Mein Platz war trocken und windgeschützt und das meerrauschen war auch zu hören. Kurz vor acht räumte ich das Treppenhaus und lief im strömenden regen zum bushäuschen. Fünf grad und sturmböen gab's obendrauf. Wie toll wäre es jetzt in den Bergen oben, dachte ich mir ;) so war ich mit meinem Treppenhaus noch gut bedient, obwohl ich die kleine Kirche ja vorgezogen hätte. Es dauerte nicht lange da kam der bus. Der wollte allerdings vorbei fahren weil der Fahrer mich nicht gesehen hat. Dieser beschwerte sich dann auch gleich weil ich unterm Dach gesessen und nicht im Regen gestanden habe damit er mich sieht. Die Leute sind mir echt unsympathisch hier. Bis auf wenige Ausnahmen! So war ich um neun in lerapetra und hab im busterminal endlich mal wieder einen richtigen Latte macchiato bekommen. Noch dazu von einer echt netten bedienung. Der Weg zum hotel popy Appartements war nicht weit doch leider war niemand da. Ich schnappte mir eine Visitenkarte und lief zu einem kleinen Büro um die Frau darin zu bitten anzurufen. Sie war so nett und ich konnte sogar bei ihr warten bis Popy kam. Sie war Architektin und versuchte seit vier Jahren ihr Glück. Auch sie hofft auf tsipras wie so viele hier denen sie so gut wie alles genommen haben. Lustigerweise stammte sie aus orino in den Bergen wo ich gestern eigentlich übernachten wollte. Schließlich kam popy und ich quartierte mich für zwei Tage ein. Das beste ist die Badewanne die gleich für ein ausgiebiges und vor allem warmes Bad herhalten musste. Danach war ich im lidl und hab auf dem Rückweg eine Schachtel Pralinen im Architekturbüro vorbeigebracht. Der Tag war noch lang und so bin ich ein wenig durch die südlichste Stadt Europas gelaufen. Die Wellen krachten gegen die Kaimauer und spritzten in riesigen Fontänen in die Höhe. Die Café Betreiber hatten ihre Möbel in Sicherheit gebracht und während ich der promenade folgte kam sogar die sonne raus. Die Stadt wirkt recht modern und auf den ersten blick nicht gar so runter gekommen. Am letzten Café gönnte ich mir eine heiße Schokolade und beobachtete die Männer darin beim Kartenspiel. Eigentlich wollte ich abends noch ins Restaurant aber inzwischen war es so kalt dass das weichei in mir lieber die Couch und ein Buch vorgezogen hat.


Gepostet vor 10th February von Andreas

FEB
9
Zurück nach Therma?
Eigentlich war ich guter Dinge heute morgen als der Regen pünktlich mit Sonnenaufgang aufhörte. Doch der Tag sollte übel enden. In keinem der bergdörfer fand ich eine bleibe und nicht mal ne Rolle kekse. Nur die sonne ließ mich nicht im Stich. Ich lief und lief. Eigentlich wollte ich nicht mehr doch trampen kannst du hier vergessen.  Es hält niemand an. Die Landschaft war echt schön. Pinien überall. Viele Vögel trällerten in den Büschen doch ich musste wieder runter zum meer da ich nicht genug Proviant mehr hatte um den Sturm auszusitzen. Um halb fünf war ich in achlia und war guter Hoffnung ein hotel zu finden. Doch niemand wollte mir ein zimmer geben. Die Kirche war abgeschlossen und Bus fuhr erst einer halb acht. Es regnete mittlerweile und ich fand ein leerstehendes haus. Dort steht mein Zelt unterm vordach. Ich bin völlig fertig und echt sauer das sie einen Wanderer in den Regen raus schicken anstatt ihm ein zimmer zu geben für das er sogar bezahlen würde. Nach jetzigem stand will ich hinschmeißen aber mal sehen wie ich mich morgen früh fühle. Ich frage mich wieso ich mir das antue. Die Landschaft ist halt nicht wirklich so schön als das ich mir sagen könnte das ist es wert. Vielleicht bin ich ja auch nur zu alt oder mir ging es in therma einfach zu gut...





Gepostet vor 9th February von Andreas

FEB
8
Lachen
Der Tag konnte besser nicht anfangen auch wenn der rote Himmel heute morgen nichts gutes bedeutet für die nächsten tage. Schon kurz nach acht war ich in makri sowieso und musste meinen erhofften Kaffee vergessen da alle Läden noch geschlossen waren. Zuvor traf ich einen lustigen alten Mann auf der Straße der sehr gut deutsch sprach und mich für einen Finnen hielt. Der Weg hinauf nach Pefki war abwechslungsreich und nicht zu steil auch wenn ich 500 m rauf musste. Viele Pinien und tolle Ausblicke in die Tiefe schlucht namens pefki. Die Sonne hatte es schwer aber so kam ich wenigstens nicht gar so ins schwitzen. Vorbei an uralten olivenhainen deren Bäume mehr als einen Meter stammdurchmesser hatten kam ich in das wunderschöne kleine bergdorf. Die Menschen hier scheinen der Krise zu trotzen und im Kaffee wurde sogar gelacht. Ob es daran lag dass zur Abwechslung mal Frauen drin saßen und keine Männer?  Sie löcherten mich förmlich und überhäuften mich mit Keksen. Gut gestärkt gings weiter hinauf. Vorbei an einer Höhle und durch einen üppig grünen canyon in dem mir eine wandergruppe von bestimmt 30 Griechen entgegenkam. Auch sie waren fröhlich drauf auch wenn ich die Ruhe hier oben vorzog. Ich fand sogar Wasser und so blieb ich auf der kleinen Hochebene und genoss den Hauch von wildnis. Zwar werde ich es morgen früh bereuen und mir dwn a... abfrieren aber der Platz war zu schön um nicht eine Nacht zu bleiben.




Gepostet vor 8th February von Andreas

FEB
7
On the Beach
Es war dunkel im zimmer heute morgen doch beim Blick aus dem kleinen Fenster konnte es heller nicht sein. Blauer Himmel und die sonne war fünf Minuten eher draußen als ich. Kalt war es doch im morgendlichen Licht sah der kleine Dorfplatz fast idyllisch aus. Ich gab meinen Schlüssel im minimarket ab und machte mich auf zum meer. Wirkliche Wanderwege gibt es hier fast keine sodass ich meistens auf größeren Feldwegen laufe. Die sind meistens von olivenhainen umgeben. Manche sehen richtig schön aus vor allem wenn die Bäume sehr alt sind. Es ging fast nur bergab und ich kam an einer skurrilen Brücke vorbei. Bin gespannt ob die Straße dazu auch irgendwann gebaut wird. Kurz nach zehn war ich an der Schlucht durch die ich zum Meer wollte und zum ersten Mal in kreta erwartete mich Natur pur. Hunderte Meter hohe Felswände mit unzähligen Höhlen. Dazu kreisten Adler in der Luft und am Boden blühte es in allen Farben. Nur das bachbett war trocken wie fast alle hier da das Wasser zur Bewässerung genutzt wird. Nach zwei Stunden stand ich am Strand und entschied mich weiter nach kalo nero zu laufen. Dort gab's zwar nicht den erhofften Zeltplatz am Strand dafür ein üppiges Mittagessen. Zimmer gab's natürlich auch nicht und so gings weiter von bucht zu bucht immer die kuestenstrasse entlang. Irgendwann war ich dann zufrieden und baute mein Zelt auf, erkundete die felsige Küste und überlegte wie ich zu einem sicheren Plätzchen komme für den für Montag und Dienstag angekündigten sturm mit regen komme. Das Problem ist das trinkwasser und in den Bergen in die ich will gibt es nur kleine Dörfer in denen es höchstwahrscheinlich keine Zimmer gibt. Es wird also ziemlich abenteuerlich. Vielleicht finde ich ja ne kleine Kirche. An den meisten gibt's sogar eine Quelle.




Gepostet vor 7th February von Andreas

FEB
6
Chandras
Es wird wohl eine sehr spezielle Reise durch kreta das steht jetzt schon fest und noch fällt es mir schwer mich zu motivieren. Ich war in einigen der schönsten Gebieten unserer Erde unterwegs und habe wohl etwas zu große Erwartungen. Wobei es eher die Trostlosigkeit  in den Orten hier ist die mir zu schaffen macht. Gestern hatte ich noch einen ruhigen Zeltplatz an einem kleinen Fluss gefunden. Doch heute fand ich nirgends Wasser und in ziros auch kein Zimmer. So musste ich weiter bis Chandras wo ich im kleinen minimarket nachfragte und Glück hatte. Nach einer Stunde warten kam eine Frau und brachte mich zu meiner bleibe. Ein uriges kleines Häuschen neben der wohl genauso alten Kirche. Die windräder und Solarzellen auf den umliegenden Hügeln sehen dagegen aus wie aus einer zukünftigen welt.

Ich sitze im kleinen Restaurant auf dem Dorfplatz und habe mir gerade vier souflaki schmecken lassen. Dazu gab's ein Gläschen hausgemachten Wein und einen deftigen salat. Außer mir sitzen hier nur alte Männer die nicht wirklich einen zufriedenen Eindruck machen. Draußen ziehen unterdessen dunkle Wolken auf nachdem sich heute nachmittag die sonne doch noch gegen den Nebel durchgesetzt hat. Leider zu spät denn von der Landschaft war nicht viel zu sehen. Dazu wehte ein eisger wind und abundzu tröpfelte es. Morgen werde ich wohl Richtung Südküste laufen doch zuvor eine warme dusche und ein weiches Bett genießen.




Gepostet vor 6th February von Andreas

FEB
4
Im Rausch
Der Vollmond scheint in mein Zelt und außer dem Meer ist nichts zu hören. Dabei sind die wellen keinen halben Meter hoch und das rauschen hat fast den Rhythmus meines herzschlags. Es war ein anstrengender Tag. Vor allem weil ich kaum geschlafen habe da im hotel ziemlich viel los war. Um elf fuhr mein Bus nach palaikastro und von dort aus bin ich zehn Kilometer Straße gelaufen da niemand anhielt um mich mit zu nehmen. In hoylaklei half ich ein paar olivenpflückern beim rangieren ihres Wohnwagens und setzte mich kurz zu ihnen. Zwei Wochen haben sie zu ernten. Danach folgte ich einem markierten Wanderweg durch eine Schlucht hinunter zum Meer. Leider floss das Wasser in dem kleinen Bach nicht bis dorthin. Es ist eh alles recht trocken und ich werde wohl öfters mit wassersuchen beschäftigt sein. Die große bucht war trotzdem ein Traum und ich stellte mein Zelt auf einen kleinen Flecken wiese unweit vom Wasser. Dort werde ich hoffentlich besser schlafen als die letzte Nacht.


Gepostet vor 4th February von Andreas

FEB
3
Siteia
Die Zeit des nichts tun ist vorbei. Stamati und kula haben mich zum Flughafen gebracht und mein Flug ging ausnahmsweise pünktlich. Vorbei an riesigen quellwolken gings nach Athen und nach kurzer Wartezeit weiter nach heraklion. Sonne und fast zwanzig Grad empfingen mich in kreta und so fiel das warten auf den Bus nicht schwer. Der fuhr bis agios Nicolas. Dort gab's nen Kaffee und nach ner Stunde gings weiter nach siteia. Im Bus war es wärmer als draußen und ich kam mir vor wie in der Sauna. Es war schon dunkel als ich in siteia ankam und nach kurzer hotelsuche gab's ne Pizza. Der Bus nach zakros fährt erst wieder am Freitag und so werde ich wohl trampen müssen. Werde morgen nach ner Karte gucken und vielleicht laufe ich ja auch. Aber jetzt verdau ich erstmal meine Pizza.

Gepostet vor 3rd February von Andreas

FEB
2
Nebel
Langsam hab ich das Gefühl dass ich hier nicht mehr wegkomme. Zur Abwechslung gab's heute mal nebel. Den gibt's hier drei mal im jahr. Da der flughafen hier nur nach sicht angeflogen werden kann wächst mein bauch also weiter. Zumindest erstmal bis morgen...

Gepostet vor 2nd February von Andreas

JAN
30
Kein Flug
Sturm, regen und Wolken knapp überm Meer. Der Flug nach Athen viel quasi ins Wasser und ich habe die Wette gegen Stamati verloren. Montag versuche ich es nochmal. Wenns wieder nicht klappt bleibe ich einfach hier und werde Gärtner;)

Gepostet vor 30th January von Andreas

JAN
28
Auf nach Kreta
Eine wunderbare Zeit hier in therma geht zu ende. es wird mir echt schwer fallen morgen auf Wiedersehen zu sagen und wahrscheinlich nicht nur mir. Stamati sagt dass ich in zwei Wochen eh wieder vor der Tür stehe. Mal sehen hab ich nur geantwortet aber spätestens Ende März sehen wir uns wieder.
Mein Rucksack ist gepackt und morgen um kurz nach elf geht mein Flieger. Wenn die Busse in kreta nach Plan fahren sollte ich am abend in sitia sein. Dort werde ich mich mit Proviant eindecken und Freitag weiter nach kato zakros fahren wo ich wahrscheinlich nicht nur das gute essen von evdokia vermissen werde. Ich hab mich lange nicht mehr so wohl unter Menschen gefühlt wie die letzten beiden Wochen und ich bin unendlich dankbar für diese Zeit.

Gepostet vor 28th January von Andreas

JAN
19
Zurück bei Oma und Opa
Der gestrige Tag war wohl einer der speziellsten auf meiner bisherigen Reise. Am Abend zuvor kam Jim aus England im ort an und da ich gerade vorm geschlossenen Café saß während er nach was esbarem gesucht hat kamen wir ins Gespräch. Elias der mann von dem ich den akuuschrauber bekam sagte mir zuvor das das Restaurant am we offen ist und so sind wir zusammen essen gewesen. Trotzdem es Samstag war waren wir die einzigen und kamen uns etwas merkwürdig vor. Egal das essen war lecker und auf dem Rückweg haben wir im Café angehalten welches gleichzeitig laden und useria ist. Dort war wesentlich mehr los allerdings ging es nur um Politik und so bin ich bei Zeiten ins "Bett". Jim hatte es noch mit paar usos versucht und stand am morgen ziemlich neben sich. Um neun war dann Kirche angesagt. Für mich allerdings nur weil das universalcafe erst um zehn auf macht und die Kirche gleich nebenan war. Dort wartete ich also auf meinen Kaffee und hab das sehr musikalische treiben beibachtet. Eine Kerze hab ich jedoch angezündet und danke gesagt zu wem auch immer. Zum Glück verging die zeit recht schnell und ich hielt meinen Kaffee in Händen.  Immer mehr Dorfbewohner kamen und ich hatte lange nicht mehr so viel zu lachen wie an diesem Tag. Die meisten waren am Vorabend zum Namenstag gewesen und somit ähnlich wie Jim drauf. Alle wussten Bescheid über mein boot und so konnte ich mir einige "demütigende" Sprüche anhören;) ich sag nur käptn Andreas. Nein es war ein wunderschönes Gefühl mit den Menschen zu lachen und quasi jeder hatte sich angeboten mich nach therma zu fahren. So saßen wir den ganzen tag zusammen und haben übers leben philosophiert. Ich mag die Griechen immer mehr und kann mich gut in ihre Lage versetzen.  Durch den Euro ist ihr altes Leben nicht mehr möglich. Zumindest das der einfachen Leute. Die meisten hier haben fast nur von dem gelebt was die Insel bietet und ein gutes auskommen gehabt. Doch mittlerweile ist das Verhältnis von Lohn und Preisen untragbar. Ein normaler Handwerker zum beispiel verdient im Monat 300 Euro und die Preise sind teilweise höher als in d.. Die Menschen wissen nicht wie es weiter gehen soll. Im ort leben noch vier Kinder von einstmals 150. Die Schule ist geschlossen die kleine Fähre die die Orte an der Küste verbindet fährt meistens ohne einen einzigen fahrgast. Viele denken die Griechen sind faul doch sie haben einfach nur eine andere lebensauffassung. Sie sind mit weniger zufrieden und wollen nicht immer mehr und mehr. Sie wollen arbeiten um zu leben nicht leben um zu arbeiten. Das ist allerdings mit den "zielen" der EU nicht vereinbar. Trotz allen Problemen lachen die Menschen und sind selbst mir als "reichem" deutschen gegenüber unglaublich offenherzig.  Viele von ihnen arbeiten im Ausland und kommen für einige Monate nach hause. Sie unterstützen nicht nur ihre Familie sondern auch ihre Nachbarn und die Menschen die es allein nicht schaffen. Wer würde das in d tun?
Die meiste Zeit haben wir aber einfach nur über belangloses zeug geredet,  Kaffee und raki getrunken, Witze gemacht über den und den und den wunderbaren Tag genossen.
Abends gings nochmal ins Restaurant und es gab leckeres souflaki. Bis um zehn haben wir uns mit einem alten Griechen unterhalten bis ich todmüde zu meinem Zelt gelaufen bin. Jim hat mal wieder länger ausgehalten.
Er hat mich dann auch mit nach therma genommen da ich ihm die Pension schmackhaft gemacht habe. Doch schon in agios sah ich stamatis Auto und natürlich saß er im üblichen Café. Ich begrüßte ihn mit einem leichten klapps an die Schulter und als als er sich umdrehte stand uns beiden die Freude ins Gesicht geschrieben. Ich erzählte ihm alles und ich glaub er war froh das es so gekommen ist. Schließlich kam auch noch kula seine Tochter und gesellte sich zu uns bis es weiter nach therma ging.  Evdokia war gerade dabei das Haus zu fegen als sie mich kommen sah. Der Besen fiel ihr aus der Hand und... Es war als ob sie mich Ewigkeiten nicht gesehen hat und sie wollte mich gar nicht wieder loslassen. Mein Zimmer war schon hergerichtet und auch Jim quartierte sich ein. Er will zwei Monate bleiben auf der insel. Es gab natürlich ein leckeres Mittagessen und am Nachmittag war ich mit evdokia eine bestimmte Pflanze sammeln die es morgen zum schafbraten geben soll. Stamati ging es nicht so gut und so verbrachte ich den Abend mit evdokia allein. Sie war froh dass sie jemand zum back gammon spielen hatte und ich auf eine gewisse Art zu hause zu sein.

Gepostet vor 19th January von Andreas

JAN
17
Verpackt
Ich habs geschafft und es ist gar kein so schlechtes Gefühl wie ich dachte. Im Gegenteil denn ich bin nicht mehr hin und her gerissen. Jetzt muss ich nur noch nach therma kommen. Die kleine Fähre fährt eigentlich am Montag doch da schon wieder Sturm angesagt ist steht das noch nicht fest. Vielleicht finde ich ja auch jemand der mich mitnimmt. In therma werde ich noch eine Woche bleiben da kula die Tochter von evdokia und Stamati zurück kommt und mich eingeladen hat die vielen antiken bauten auf der Insel zu erkunden und wandern wollte ich auch noch ein bisschen gehen. Es war wieder ein sonniger Tag und eigentlich ideales bergwetter. Doch so war ich ab und zu nen Kaffee trinken und hab das ein oder andere schwätzchen gehalten während ich mein boot zerlegt habe. Bis auf drei schrauben hab ich alles auseinander gebracht. Meinen Rucksack für kreta hab ich auch schon probegepackt und es sollte alles rein gehen. Zwei Monate hab ich zeit für die 500km. Soll echt schön sein der weg und da Winter ist auch eine kleine Herausforderung. Soll ja Leute geben die das brauchen.


Gepostet vor 17th January von Andreas

JAN
16
Die Vernunft hat gesiegt
Ich hatte einen wunderbaren entspannten Tag der meine Entscheidung morgen mein boot auseinander zu bauen etwas leichter gemacht hat. Um acht bin ich los gelaufen um hinauf in die Berge zu kommen. Lefteri der Fischer der als Maler in den USA arbeitet und mich gestern abgeschleppt hat hatte mir erklärt wo ich die Wege finde und ich war guter Hoffnung das ich sie finde. Am letzten Haus suchte ich nach dem Einstieg quasi und wurde von einem Ehepaar begrüßt als sie durch die Hunde aufmerksam wurden. Prompt luden sie mich erstmal zum Kaffee ein und zeigten mir später den Pfad. Es war ein uralter saumpfad der auf die andere Inselseite führte und teilweise aus wilden Steinen angelegt war. Recht steil ging es hinauf und ich kam ganz schön ins schwitzen. Hunderte Meter ragten die Felsen in die Höhe und überall kamen kleine Bäche die hänge herunter. Eine tolle Kulisse und ich war seit langem mal wieder richtig entspannt. Ich glaube dass ist das was mir am meisten gefehlt hat bisher. Nach einer Stunde war ich auf dem Kamm und mir blies ein kalter Wind um die Ohren. Doch ich fand einen Pfad der den Kamm entlang führte. Der Ausblick war genial und auch von oben wirkte der kleine Ort maganitis echt paradiesisch. Auf dem meer zogen schatteninseln dahin und am blauen  himmel weiße wolken. Ikaria ist echt ein Geheimtipp für Leute die mal ne Woche wanderurlaub machen wollen. Durch vereinzelte kleine Wälder und kniehohe Sträucher gelangte ich schließlich auf eine Hochebene die einer mondlandschaft glich. Überall lagen lose haushohe Steine übereinander als ob sie jemand da hingelegt hätte. Links und rechts das Meer und der Pfad war sogar markiert auch wenn ich mehr querfeldein gelaufen bin. Manchmal dachte ich es kommt Nebel auf doch das Wetter hielt bis ich den Pfad der mich wieder runter führte gefunden hatte. Es war ein genauso alter weg und die 800 m bis hinunter nach maganitis ging es in zig Serpentinen. Die Ziegen sorgen dafür das er nicht zu wächst und auch der Wind wehte nur noch draußen auf dem Meer. Ich machte eine kleine Pause und genoss den Ausblick bevor ich die letzten Meter hinunter lief. Dort gab es einen Kaffee und einen lecker schmeckenden apfel. Am Hafen angekommen vertrieb ich die letzten Zweifel und zog mein boot an land. So richtig konnte ich mich noch nicht durchringen es auseinander zu bauen und es war auch schon zu spät und so bin ich auf ein schwätzchen zu milos der seit vier Jahren an seinem Traum - einem eigenen Restaurant - baut. Er sitzt seit fast zwanzig Jahren im Rollstuhl aber hat den Lebensmut nicht verloren.
Ja und ich habe mich entschieden nach Kreta zu fliegen und die Insel auf dem e4 von Ost nach West zu durchwandern. Es war ein tolles Abenteuer mit dem Boot und ich bereue es keinesfalls doch um diese Jahreszeit ist es einfach zu gefährlich und somit keinesfalls entspannend und das ist ein Grund warum ich gern Reise. Es fällt mir nicht leicht doch ich glaube es muss sein denn ich hatte schon genug Glück und irgendwann ist auch das aufgebraucht. Es war von Anfang an eine Reise ins ungewisse und es war eine sehr intensive Erfahrung doch fürs offene meer muss ich mir erst meine Yacht bauen. Der yukon sollte aber drin sein die kommende Zeit;)


Gepostet vor 16th January von Andreas

JAN
15
Glück im Unglück
Der Tag begann wie ich es mir ausgemalt hatte. Blauer Himmel und kaum noch wellen die an den Strand schlugen. So bin ich bereits um acht in See gestochen und wollte zur nächsten bucht und von dort aus in die Berge. Nur leider sollte es anders kommen. Urplötzlich blockierte mein Antrieb und als ich hinunter blickte fehlte die komplette rechte Seite. Sie liegt jetzt in den tiefen der ägäis quasi. Die welle war gebrochen. Ich befand mich hundert Meter vor der Steilküste die ich gestern noch von oben gesehen hatte und vielleicht 300 Meter von der bucht entfernt. Komischerweise war ich ganz ruhig und überlegte wie weiter. Ich versuchte es einfach mit der Hand und ich kam vorwärts. Ich fragte mich wieso hab ich das Glück dass das Ding heute kaputt geht und nicht gestern wo mich der Wind aufs Meer hinaus geblasen hätte. Ich brauchte eine halbe Stunde bis ich in der bucht war und mir klar wurde dass es das war mit Boot fahren in Griechenland. Ich überlegte was ich tue ob ich bei dem tollen Wetter in die Berge laufe oder in den Ort und versuche mein boot in den Hafen zu kriegen. Ich lief in den Ort und auf dem weg dorthin sackte das ganze zu einem riesigen Brocken in meinen magen. Ich konnte nicht glauben was ich für Glück hatte. Im ort der für mich einer der schönsten in Griechenland ist den ich gesehen habe kam ich an einem kleinen Laden vorbei. Ich fragte nach einem Kaffee und schilderte mein Problem. Sie holten einen freund der englisch sprach und gerade da kam ein anderer Einwohner der gerade sein boot zu Wasser lassen wollte. Er erklärte sich bereit mich bis in den Hafen zu schleppen. So waren wir schon mittag zurück und ich überlegte mir ob ich es irgendwie reparieren kann bzw. soweit herrichten dass ich weiter fahren kann. Ich besorgte mir einen akuuschrauber mit Bohrer und nach knapp zwei Stunden fuhr mein boot wieder. Zwar nur noch mit halber Kraft aber immerhin. Ich fragte nach einem hotel doch als ich dort ankam bin ich auf der Stelle wieder umgedreht. Das Zimmer stank, uüberall Schimmelund dafür wollte die Frau 25eur. An einem anderen Tag vielleicht aber heute wollte ich nicht in so nem Dreckloch schlafen.  Mein Zelt steht im hafen und morgen werde ich in die Berge gehen. Hoffentlich werden sich die beiden stimmen in mir einig wies weitergeht. Irgendwas sagt mir das wars jetzt mit Glück haben und aufs Glück vertrauen ist glaube keine gute Basis. Samstag und Sonntag soll es fast windstill sein und da werde ich versuchen nach therma zurück zu fahren. Dort werde ich noch eine Woche bleiben und dann eentscheiden. Die Inseln weiter im Westen haben mehr buchten und sind nicht gar so wild von daher kann ich nicht so wirklich sagen das wars jetzt mit Boot fahren. Auf alle Fälle ist mir klar das ich das Meer unterschätzt habe. Es sind so viele Dinge die ich überhaupt nicht auf der Rechnung hatte. Ich wage zu behaupten dass ich das Meer mittlerweile kenne und vor allem diese Tatsache ist es die meinen Drang weiter zu fahren bremst. Es ist nicht nur das was kaputt geht damit habe ich gerechnet und mich auch innerlich drauf eingestellt. Es ist vielmehr die Tatsache dass ich ab einem gewissen Punkt machtlos bin und es nicht mehr in meiner eigenen Hand habe. Bis jetzt ist alles gut gegangen auch weil ich meistens vorsichtig war und den Respekt vor dem Meer nie verloren habe doch es arbeitet innerlich und ja ich habe angst dass es mal nach hinten los geht. Vor allem an solchen Tagen wie gestern als ich bei besten Bedingungen losgefahren bin und mich die fallwinde haben schwitzen lassen. Nicht das ich nicht weiß das es fallwinde gibt aber an diesem Tag waren sie irgendwie total unlogisch. Am Anfang war ich sicher naiv und hab auf meine Instinkte vertraut doch mittlerweile habe  ich soviel dazu gelernt dass es mit Instinkt nicht mehr getan ist. Und ganz ehrlich, ich bin froh das ich die Genehmigung für Patagonien nicht bekommen habe. Es ist eine Herausforderung und man lernt mit Angst umzugehen sie zu "bezwingen" doch wo ist die Grenze zum leichtsinn? Okay ich habe eine gute sicherheitsausrüstung aber ich will mich nicht allein darauf verlassen ich will es in der eigenen Hand haben zumindest bis zu einem gewissen Punkt. Zu Fuß hatte ich das und vor allem konnte nichts kaputt gehen. auch wenn so ein Boot auch Vorteile hat und ich bis fourni auch ohne größere Probleme gekommen bin, doch es ist mental uunglaublich anstrengend. Ich glaube ich muss drüber schlafen und das nicht nur eine Nacht




Gepostet vor 15th January von Andreas

JAN
14
Kurze Hosen
Noch vor der Sonne bin ich aufgestanden und hab meinen Krempel zusammen gepackt. Die See war ruhig und am Himmel keine Wolke. Seit langem mal wieder. Auf gings nach Westen entlang an der wilden Küste. Kilometer lang gab es keine Möglichkeit an land zu kommen und blöderweise wurden die fallwinde immer stärker. Zwar befand ich mich auf der Südseite und eigentlich hätte die sonne genug Thermik erzeugen sollen doch nichts dergleichen. Ich musste strampeln ohne ende und an jedem Tal an dem ich vorbei kam hatte ich Angst aufs Meer hinaus zu treiben. So bin ich in der ersten bucht an land was allerdings nicht weiter schlimm war da sie echt wunderschön ist. Eingerahmt von steilen Felsen und bis zum Horizont nur Wasser. Es war zwar gar nicht so einfach mit den Wellen an den Strand zu kommen doch mein boot steht drei Meter vom Wasser entfernt und ist fertig hergerichtet für die Nacht. Ich frag mich nur wie ich morgen wieder hinaus kommen soll bei der Brandung. Glaube nicht dass die ankermethode funktioniert. Zum ersten Mal plätschert ein Bach neben mir und bei meinem Spaziergang hab ich die bisher schönste Küste gesehen und vor allem ich habe kurze Hosen angehabt. Mein neues sitzkissen scheint zu helfen und wahrscheinlich werde ich morgen in den nächsten hafen fahren mein boot sicher unterbringen und zwei drei tage durch die Berge wandern da scheinbar genug Wasser zu finden ist.



Gepostet vor 14th January von Andreas

JAN
13
Vorfreude
Ein langer Tag liegt hinter mir und das schönste war der Sonnenaufgang. Während das Meer tobte und die gischt in windhosen vorüber zog färbte sich der Himmel feuerrot. Die schwarzen Wolken glühten an den Rändern und immer wieder schafften es die Sonnenstrahlen bis zu mir. Die Nacht war verhältnismäßig ruhig und ich hatte mir mal wieder ein ideales Plätzchen rausgesucht. Nur einzelne Böen die die Berge runterstürzten weckten mich ab und zu. Es war kalt und nicht wirklich einladend draußen rumzulaufen. Zwar hab ich es am vormittag versucht doch schließlich hab ichs vorgezogen zu lesen. Am Nachmittag habe ich meinen Sitz umgebaut da er immer noch Luft lässt und ich glaube die Schmerzen im Rücken und der Hüfte kommen von dem harten quasi nicht vorhandenen sitz. So habe ich meinen bis jetzt ungenutzten wassersack als sitzkissen hergenommen und hoffe dass er Abhilfe schafft. Das Meer wurde ruhiger und ruhiger und ich freue mich auf morgen und die nächsten tage. Leider fehlt mir der Sonntag sonst wäre ich wohl um die Insel gekommen und schon ein Stück weiter im Westen.


Gepostet vor 13th January von Andreas

JAN
12
Mal wieder Sturm
Nachdem der gestrige Tag warm und sonnig war fing es schon am späten Abend an mächtig zu stürmen. Zum Glück bin ich in dem kleinen Hafen geblieben auch wenn ich mich nicht wirklich sicher gefühlt habe. Zwar bekam ich vom Wind fast überhaupt nichts ab doch die wellen türmten sich immer mehr auf und überspülten sogar die etwa drei Meter hohe Mole die den Hafen nach Süden hin schützte. Somit wurde der Abstand von Zelt und Wasser immer geringer bis die wellen schließlich bis zum Zelt kamen. Allerdings auch nicht weiter und so musste ich wenigstens nicht umziehen im Dunkeln. Trotzdem konnte ich natürlich nicht schlafen. Zum Glück drehte der Wind langsam nach Norden und das Wasser beruhigte sich. Der Tag fing mit kurzen schauern an und jetzt hat es sich eingeregnet. Dazu sind zehn beafourt angesagt und ich hoffe dass die Berge hinter mir das gröbste abfangen. Trotzdem hab ich mir schon ein ausweichplätzchen gesucht falls es doch schlimmer wird. Die See ist schon weiß und die Wellen verschwinden in einer grauen wand. Einerseits finde ich es faszinierend hier draußen zu sein auch ein wenig Angst zu haben auf der anderen Seite sage ich mir: wie gemütlich wäre es jetzt bei evdokia in der Küche. Aber zumindest mein Zelt ist wieder wasserdicht da ich in agios endlich Silikonspray gefunden habe. Mal sehen wie lange es wirkt. Morgen muss ich noch überstehen dann soll es bis Samstag schön bleiben.

Gepostet vor 12th January von Andreas

JAN
11
Kurztrip
Um sieben bin ich aufgestanden und war froh dass der Wetterbericht stimmte und der Wind aus Süden kam. Ich packte also meine Sachen und ging ein vorerst letztes Mal zu evdokia runter frühstücken. Sie ist extra eher aufgestanden weil ich um acht los wollte. Stamati schlief noch und evdokia wollte mich überreden noch zu bleiben doch schließlich bin ich mit meinem Kram zum Hafen und hab mein boot startklar gemacht. Ich war noch nicht fertig da kam Stamati und ich glaub er war auch ein wenig traurig. Er erinnerte mich sehr an meinen Opa. Nachdem wir fertig waren bin ich nochmal zu evdokia um mich zu verabschieden und hab ihr gesagt dass ich ja in einer Woche wieder da bin als ein paar Tränen rollten. Stamati wartete am Boot und wir schoben es zusammen ins Wasser. Ein kurzer Händedruck und ein Danke und dann gings hinaus aufs Meer. Das Wasser war sehr unruhig und der Wind kam von der Seite sodass es ziemlich zäh voran ging. Eigentlich wollte ich etwa 17km die Küste entlang fahren doch ich fand mich recht früh damit ab das daraus nix wird. Für den nachmittag war kräftiger Wind angesagt und für morgen Sturm und regen. Ich brauchte also ein sicheres Plätzchen. Ein kleiner hafen auf halber Strecke war ideal gelegen und da ich nicht sicher war wie lange das Wetter hält und ob ich die knapp zehn Kilometer bis zu der nächsten bucht schaffen würde bin ich geblieben auch wenn es erst mittags war. Als ich zu einem kleinen Ausflug aufbrach kam sogar die sonne raus und ließ die Wolken die an den Bergen festhingen fast ganz verschwinden. Die Berge sind knapp 1000m hoch und sehen ziemlich zerklüftet aus. Wird nicht einfach dort hoch zu kommen. Heute habe ich mich aber an die Küste gehalten und mal wieder einen tollen Platz mit riesigen löchern im Fels und steinbögen entdeckt. Irgendwie scheint es auch ein religiöser Platz zu sein denn man hatte eine Art Tribüne aus Steinen in der nähe erbaut und einen großen Kreis aus Steinen mitten auf der davor gelegenen Terrasse. Keine Ahnung wer was dort veranstaltet wird. Viele olivenhaine lagen an dem weg welchem ich folgte und endlich fühlte es sich mal wieder wie Frühling an. Am Abend bekam ich Besuch von einem Angler. Er hatte mich schon in therma gesehen und war verwundert warum ich nur bis hier her gekommen bin. Und ja ich hätte weiter fahren können aber für den ersten Tag war es auch genug. So konnte ich in aller ruhe den Sonnenuntergang genießen und danach meine Spaghetti futtern. Langsam werden die tage länger und vor allem ist es angenehm warm. In der sonne geht's sogar ohne tshirt. Morgen siehts aber wieder anders aus und es wird wohl ein tag im Zelt werden.

Gepostet vor 11th January von Andreas

JAN
10
Abschied
Auch wenn ich nicht voran gekommen bin die letzten drei Wochen haben sie einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Sie haben mir vor allem das menschliche offenbart. Die Offenheit, gerade mir als "deutschem" gegenüber, und friedliche Atmosphäre nicht nur hier bei meinen Gastgebern sondern auch in fourni und agios hat mich sehr überrascht. Die Menschen haben es wirklich nicht einfach doch es ist eine gemeinschaft und jeder hilft hier jedem. Manchmal beschämt es mich ein wenig aus was die Menschen in Deutschland probleme machen wenn ich sehe was für ein hartes leben die Menschen woanders führen.  ich bin fast ein wenig traurig dass ich mich morgen verabschieden werde. Ich musste Evdokia und Stamati jedoch versprechen dass ich mit der Fähre von agios aus nach syros fahre und nicht von evdilos. So werde ich die Küste erst nach Westen fahren und dann den selben weg zurück. Es ist für mich eh die bessere Variante da die fährverbindung weiter nach ios oder donoussa so günstiger ist. Außerdem ist auf der Südseite die Chance auf sonne um einiges größer. Gestern ist noch etwas unvorhergesehenes eingetreten worüber ich hier allerdings nicht schreiben will um niemanden in Schwierigkeiten zu bringen. Doch auch dadurch hat sich bestätigt bei was für guten und hilfsbereiten Leuten ich hier bin. Ich freue mich trotzdem endlich wieder neues zu entdecken. Mein rücken ist vollkommen okay und der Wetterbericht sieht bis auf Montag ganz gut aus für die nächste Woche,  doch das will nichts heißen. So werde ich morgen früh noch gemütlich frühstücken mit den beiden bevor ich wieder in See steche quasi mit dem Gefühl wieder neue gute Freunde zu haben.

Gepostet vor 10th January von Andreas

JAN
8
Verwöhnprogramm
Um langsam wieder in Aufbruchstimmung zu kommen bin ich mit Stamati heute zum Supermarkt nach agios gefahren und habe mich mit neuem Proviant eingedeckt während er seinen Kaffee in der kleinen Stadt getrunken hat. Außerdem war ich eine kleine Pflanze die mir gefiel kaufen um sie evdokia als kleines Dankeschön zu schenken. Sie überhäuft mich jeden Tag mit neuen leckereien und ich glaube der Abschied wird echt schwer fallen. Sie haben mich schon jetzt eingeladen wieder zu kommen. Nebenbei hab ich Wäsche gewaschen bzw die Maschine und beim back gammon hab ich langsam eine Chance. Thagi der jüngste der drei Hunde würde am liebsten den ganzen Tag mit mir spielen. Auch haben wir versucht mit einem brotbackautomaten aus d Brot zu backen da evdokia nur eine deutsche Anleitung dazu hat und sie hoffte ich könnte ihr helfen doch leider ist der zahnriemen beim teigkneten gerissen. Ich hoffe das passiert nicht mal bei meinem boot. So hat sie es halt auf die herkömmliche Art gemacht und es war bestimmt leckerer als eins aus dem Automaten. Draußen ist es immer noch bitter kalt und die Berge sind noch weiß. Die Pfützen waren gefroren heute morgen und das Wasser der heißen Quelle direkt im hafen dampfte. Leider konnte ich sie noch nicht ausprobieren da durch die hohen Wellen die Wärme fort gespült wird quasi. Meine kleine inseltour gestern war kürzer als geplant da der Wind so kalt war dass ich das warme Feuer in evdokias Küche vorgezogen habe und gerade noch rechtzeitig zum mittag zurück war. Morgen soll es kalamari geben und ich hoffe dass ich den runter bekomme. Ich hab evdokia schon vorgewarnt dass ich den noch nie gegessen habe. Am Samstag soll es dann endlich wärmer werden. Nur der Wind bzw die Richtung steht noch nicht fest. Entweder geht's nach Westen oder zurück nach fourni und weiter nach samos. Wollen würde ich ja lieber nach Westen. Zuvor kommen jedoch morgen noch die Macher der Zeitung hier um einen kleinen Artikel über mich und meine Reise zu verfassen.




Gepostet vor 8th January von Andreas

JAN
6
Schnee
Nun ist es so weit. Die Berge sind weiß und es war ein toller Anblick als ich von meinem boot im hafen zurück zur Herberge lief. Ich frühstückte zusammen mit Stamati dem alten Seemann während Evdokia seine frau den ganzen Vormittag in der Kirche war. Nachdem ich gestern zu zeitig zum Kaffee trinken war bin ich heute etwas später runter um sie nicht wieder zu wecken. Gegen zehn kam dann die sonne raus und ich genoss ihre wärmenden strahlen auf der kleinen Terrasse. Ab und zu bin ich nach meinem boot gucken gewesen da die Wellen immer weiter rein kamen. Draußen auf dem Meer war es auch weiß jedoch vor lauter Schaum und nicht vor Schnee. Um elf kam evdokia zurück und ich bin mit Stamati nach agios gefahren. Er fährt jeden tag um sich mit seinen alten seemannskollegen auf einen Kaffee zu treffen. So konnte ich mir einige Geschichten anhören während wir gemütlich Kaffee tranken. Pünktlich zum mittag waren wir zurück und es gab wieder griechisch hausgemachtes. Fragt mich nicht was aber evdokia versteht ihr Handwerk. Ich hab es wirklich gut erwischt und ich vermisse das gute essen und ihre gesellschaft schon jetzt. Nach dem Essen hab ich mit evdokia genau wie gestern back gammon gespielt und natürlich ständig verloren. Wenn ich Glück habe wird es am we wärmer und fast windstill und ich kann richtung evdilos aufbrechen. Die Küste im Westen ist wild und rau und mein Respekt vor dem Meer ist mittlerweile größer als am Anfang. Zwar bin ich schon recht weit gekommen, habe viel gesehen und eigentlich sollte ich das nötige vertrauen haben mittlerweile doch irgendwie hat mich der letzte Tag auf dem weg nach fourni als ich das erste mal Hilfe brauchte etwas unsicher gemacht. Aber das wird sich hoffentlich legen wenn ich erst einmal wieder paar Meter geschippert bin. Es ist halt ziemlich instabil das Wetter und hoch und Tiefs wechseln sich fast täglich ab. Na ja vielleicht hab ich auch nur zu viel zeit nachzudenken... Morgen werde ich wohl ein Stück an der Küste hier entlang laufen denn es soll kalt aber sonnig sein. So komm ich zwar um ein gutes Mittagessen doch ich kann mich ja nicht gar zu sehr verwöhnen lassen.



Gepostet vor 6th January von Andreas

JAN
4
Griechische Wärme
Der nicht vorhandene Wind war trügerisch und vor allem ungewohnt. Zwischen den Inseln im hafen von fourni wehte kein Lüftchen und beinahe war ich versucht meine fährfahrt zu canceln und selbst zu fahren. Doch das kurze windarme Fenster das laut Wetterbericht angesagt war - ich glaube ich hab noch nie so oft Wetterbericht studiert wie hier und vielleicht sollte ich es einfach lassen und auf mein Glück vertrauen - war mir einfach zu wenig. Bei angekündigten fünf bis sieben beaufort machtlos auf dem Meer zu treiben vor allem bei den recht großen Entfernungen hier ist nicht unbedingt das was man sich wünscht. Also hievten wir das Boot auf das Boot und diesmal durfte ich sogar bezahlen. Nach zehn Tagen verließ ich fourni wenn auch nicht unbedingt so wie gewollt doch wenigstens das Wecker stellen war heute nicht umsonst. Man muss halt flexibel sein. Nach einem kurzen stopp in thimaini der nachbarinsel auf der sie einen Bagger abgeladen haben gings weiter nach icaria. Gegen den Wind hätte ich keine Chance gehabt außer ich hätte nach samos gewollt. Aber es war fast angenehm warm an diesem Morgen und kurz vor acht waren wir in agios kirikos. Es war nichts los im hafen doch ich fand trotzdem drei Männer die mir halfen mein boot zum etwas entfernen kai zu tragen da der fähranleger zu hoch für mich war. Nach einer halben Stunde war ich startklar und bin das Stück nach therma gefahren. Dort war noch weniger los als in agios und ich befürchtete schon kein Zimmer zu finden, bis mir schließlich Sebastian aus Polen über den Weg lief und mich zur plumeria Pension brachte die ein paar Freunde von ihm betrieben. Zwar war die Besitzerin nicht da doch die Eltern würden am nachmittag zurück kommen. Wir tranken einen Tee und aßen eine Kleinigkeit und sind danach zurück nach agiosgelaufen. Er wohnte dort und ich brauchte Postkarten. Bei einem Kaffee versuchte ich diese zu füllen und schwatzte kurz mit dem Taxifahrer der mir heute morgen geholfen hat. Gegen zwölf war ich wieder in therma und fand es irgendwie schade das der bestimmt mal wunderschöne kleine Ort scheinbar immer mehr ausstirbt. Schließlich traf ich irgendwann meine Gastgeber an und sie waren ziemlich verwundert das um diese Jahreszeit jemand ein zimmer braucht. Die zwei waren um die siebzig. Er ein alter uriger Seemann der in der ganzen Welt unterwegs war wodurch er gut Englisch sprach und sie eine vom leben gezeichnete Frau hilft ihrer Tochter mit dem hotel. Ich wurde prompt zum essen eingeladen und fühlte mich wieder mal wie bei Oma. Drei Hunde und ein paar Katzen rannten im Haus und im Garten herum und auch Sebastian kam zum essen. Es war eine richtige gemütliche runde und es gab original griechisches essen. So saßen wir fast zwei Stunden zusammen und plauderten über alles mögliche und so kalt wie es draußen auch war die letzten tage die menschliche Wärme die die zwei versprühen war einfach wohltuend.



Gepostet vor 4th January von Andreas

JAN
2
Kälter wie in Deutschland
Der gestrige Tag war unerwartet ereignisreich. Erst wurde früh als ich meinen Kaffee trinken war ein gesunkenes fischerboot aus dem Hafenbecken geholt. Der Wind muss es wohl los gerissen haben und an der Kaimauer ist es dann umgekippt. So hing es dann irgendwann am Kran und der Taucher! der die seile unter Wasser entwirrt hatte zog es dann zur slipanlage. Waren bestimmt 100m. Kurz vor mittag kam dann nach drei Tagen mal wieder die Sonne raus und der Wind war erträglich. Ich nutzte die Gunst der Stunde um meine Taschen auf dem Boot bisschen zu lüften und kontrollierte die schrauben ob sie alle noch fest waren. Dabei hielt ein Auto und der Fahrer schien glücklich mich anzutreffen. Jedenfalls hat er schon die ganzen Tage nach mir Ausschau gehalten. Es war der Sportlehrer der schule hier und er lud mich auf einen Kaffee ein nachdem ich ihm mein boot erklärt hatte. Er arbeitete an einem Projekt was die Kinder hier dazu animieren soll sich mehr draußen zu bewegen und sport zu treiben. Wir führten quasi ein kleines Interview vor laufender Kamera welches er an einem der Projekttage vorführen will. Es war lustig und der Kaffee war gut. Er zeigte mir noch sein im Bau befindliches Haus und wir unterhielten uns eine weile über das Leben auf fourni. Ich würde hier eingehen,  sag ich ganz ehrlich. Als mir meine Gastgeberin über den Weg lief und ich sie ohne jeglichen Hintergedanken nach einem Restaurant gefragt hatte weil die Supermärkte geschlossen waren musste ich ihr folgen und bekam einen Teller mit Pommes und Fleisch und einem undefinierbare Kraut. Dazu gab's noch Kuchen und einen Orangensaft. Ich glaub sie braucht jemanden um den sie sich kümmern kann;) Heute war dann wandern angesagt. Jedoch wurde ich erst ausgebremst da die Fähre auf die nachbarinsel nicht fuhr bzw erst später wenn sich der Wind gelegt hat. So hätte ich mir das Wecker stellen sparen können denn aus abfahrt um sieben ist neun geworden. Also gab es doch noch einen Kaffee und sogar noch einen Tee bevor wir ablegten. Das war auch gut so denn es war arschkalt. Selbst mit zwei Pullovern und langer Unterhose. Es fühlte sich an wie minus fünf grad und selbst in der sonne war es nicht wirklich angenehm solange ich im Wind stand. Aber ich war froh dass ich mal wieder ein wenig rum laufen konnte. Leider hängt mir irgendwas an sodass ich nicht ganz so unbeschwert über die Insel zog. Nach einer Weile habe ich dann sogar meine regenjacke angezogen. Es ist echt unglaublich. Heute morgen im fernsehen gab's Bilder aus Kreta mit Schnee  riesigen Wellen die gegen die Kaimauer krachten und Sturmflut. Ganz so schlimm ist es hier nicht doch die ganze nächste Woche sind Temperaturen um die null Grad und Sturm angesagt. Nur Sonntag soll zumindest der Wind erträglich sein und ich will versuchen nach ikaria zu kommen. Allerdings bin ich mir nicht sicher ob ich das mit meinem boot bei fünf Grad will. Hab heute schon den käptn der kleinen Fähre hier gefragt ob er mich und mein Boot mitnimmt. Zurück gings um vier mit einem kleinen Boot welches jeden tag zwischen den Inseln verkehrt. Kein Wunder das Griechenland pleite ist. Ich durfte nicht mal bezahlen genau wie am morgen. Ich war froh als ich unter der warmen dusche stand und kroch danach in meinen warmen Overall. Bis vor zwei Wochen bin ich jeden Tag mit kurzen Hosen rum gelaufen und jetzt sitz ich mit langen und ner Mütze im zimmer. Was gibt es schöneres:) es ist der kälteste und regenreichste Winter seit jahren sagen sie hier.




Gepostet vor 2nd January von Andreas

DEC
31
Hoffnung
Ist schon komisch in einem Land das man durch Bilder als sonnenverwöhnt kennt mit Mütze im Hotelzimmer zu sitzen. Seit Freitag ist es winterlich hier in fourni und ich bin quasi zum Nichtstun gezwungen. Nur blöd das das etwas ist was ich gar nicht kann. Noch blöder ist das sich die nächsten Tage daran nichts ändern wird. Vielleicht am Samstag wenn ich Glück habe. Gestern habe ich den ganzen Tag im zimmer verbracht da es geschüttet hat ohne ende. Dazu ein kräftiger Wind. Die Wolken hingen knapp über dem ort und es wirkte eher wie in Norwegen als in Griechenland. Heute sieht es etwas besser aus. Zumindest regnet es nicht und die sonne lässt sich erahnen. So bin ich zu einem alten Marmorsteinbruch gelaufen der schon von den alten Griechen betrieben wurde. Da stehen echt noch alte sarkofarge am Meer die keiner abgeholt hat. War ein unwirklicher Anblick. Als ich zurück kam stand ein Stück Kuchen auf meinem Tisch. Ein kleines präsent von meiner Gastgeberin die mir gestern schon paar Kekse gebracht hatte. Bin ja auch der einzige Tourist im ort und den muss man schon ein wenig verwöhnen. Ist irgendwie lustig die Leute hier mit Mützen und dicken Jacken zu sehen. Die Straßen sind kleine Bäche und ich frage mich auch von was die Leute hier leben. Die einzigen die ich arbeiten sehe sind die Wirte in den tavernen. Da ich genug zeit hatte und wohl noch habe hab ich ein wenig recherchiert und mich entschlossen wenn es denn das Wetter mal zulässt nach ikaria rüber zu fahren. Dort gibt es heiße Quellen im Meer - leider bin ich jetzt nicht dort - und viele Möglichkeiten zum wandern. Außerdem geht von dort eine Fähre nach syros und weiter nach ios von wo aus ich den mittleren teil der ägäis erkunden will. Werde nicht mit meinem boot nach lebitha fahren. Dazu ist das Wetter um diese Jahreszeit zu instabil. Meinem Rücken geht es besser und ich hoffe dass es so bleibt. Hatte mich wohl etwas überanstrengt bei meinen gegen den wind Aktionen... Kommt alle gut ins neue Jahr!!




Gepostet vor 31st December 2014 von Andreas

DEC
28
Warten auf den Winter
Nachdem der Himmel bzw die Wolken gestern Abend wunderbar rot waren war heute morgen nicht eine davon zu sehen. Dafür war es kalt und zwar nicht nur draußen. Jetzt weiß ich auch warum mich meine Gastgeberin verwundert angeschaut hat als ich sagte ich brauche keine zweite Decke. Na ja, ich bin jedenfalls halb acht runter in den Hafen meinen Kaffee trinken gegangen und habe natürlich als erstes von der brennenden Fähre erfahren. Mittlerweile sollen wohl alle gerettet sein. Danach hab ich das gute Wetter genutzt und bin über die Insel gelaufen. Ich fand sogar nen markierten weg der mich bis auf den Kamm brachte. Der kerkis der höchste Berg in der ägäis auf samos ragte in den blauen Himmel und das Meer war mal wieder ein ruhendes "Monster". Gestern wurde es noch von ein paar mächtigen Gewitterstürmen aufgewirbelt. Selbst die Straßen im ort wurden dabei zu Bächen. Heute war alles friedlich nur mein rücken machte mir zu schaffen. Irgendein ein Nerv im lendenbereich ist wohl eingeklemmt und die Schmerzen wurden immer schlimmer. Vor allem im sitzen war es fast nicht auszuhalten. Ein wenig bin ich enttäuscht von fourni. Jede Menge Straßen und Wege zerfurchten die Berge und ließen sie wenig natürlich erscheinen. Was mich allerdings fasziniert sind die steinmauern aus lose aufeinander gestapelten steinen welche so was von akkurat gebaut sind das man nur Hochachtung vor den erbauern haben kann. Tausende Kilometer gibt es davon auf den Inseln. Ich kam an einem kleinen Gehöft in einer bucht vorbei und sah einen alten Mann mit Stock durch seinen Garten laufen. Er sammelte Kräuter wie es aussah doch leider hörte er mich nicht als ich mehrmals Guten Tag sagte und dabei immer lauter wurde. Ich wollte mich auch nicht aufdrängen und so bin ich weiter. Ein kurzes Stück Straße brachte mich zu einer wirklich schönen Kirche oberhalb fournis. Um sie herum war wie eine Art Terrasse angelegt die von scheinbar uralten Bäumen eingerahmt war. Ich fand einen wohl genauso alten weg ins Tal und folgte ihm bis ich wieder im ort war. Fourni wirkte auf einmal wie ein Bergdorf und die Gassen waren kaum zwei Meter breit. Über viele Treppen ging es an den mehr hoch als breiten Häusern hinunter zum Hafen. Dort kam mir Imanuelis entgegen und ich lud ihn auf einen Kaffee ein irgendwie war recht viel los auf der "promenade" bis mir klar wurde dass Sonntag war. Es wurde viel gelacht und jede Menge Kinder waren zu sehen. Lange hielt ich es nicht aus im sitzen. So bin ich auf mein zimmer und hab den alten Opa gegeben und mich ins Bett gelegt. Es tat wirklich höllisch weh und ich hoffe dass es morgen besser ist. Derweil fegte eine Frau die bestimmt doppelt so alt war wie ich das Wasser vom gestrigen regen vom Dach und musste dabei über eine halsbrecherische Leiter. Die nächsten Tage wird sie das öfters machen müssen denn es soll die ganze Woche stürmen regnen und sogar schneien... Mein gps ist mittlerweile ganz im a... da Wasser drinnen war. Viele grüße an garmin. Das ist ein Witz für ein marinetaugliches gerät!! So hab ich mein Handy umfunktioniert und bin fleißig am Karten runterladen.



Gepostet vor 28th December 2014 von Andreas

DEC
26
Grenzen
Genau kurz vor sieben kam die erste Welle bis ans Zelt. Das Zeichen zum aufstehen. Es war wieder eine sehr unruhige Nacht und ich fühlte mich fast wie verkatert obwohl ich ja eigentlich gar nicht mehr weiß wie sich das anfühlt:) Im halbdunkel mit Taschenlampe hab ich also mein zeug zusammen gepackt und bin mal wieder gegen Wind und Wellen aus einer Bucht raus gefahren. Langsam wirds zur Routine. Leider nicht wirklich angenehm. Draußen hatte ich den Wind von hinten da ich versuchen wollte nach fourni zu kommen. Leider empfängt mein GPS keine Satelliten mehr seit heute was aber nicht wirklich tragisch ist solange die Karten funktionieren. Zum ersten Mal dass ich Probleme mit einem Gerät habe. China lässt grüßen glaube ich. Der Wind war an der grenze doch die wellen türmten sich meterhoch und das alles ziemlich unregelmäßig. Kurz ließ die sonne die Inseln rot werden doch sonst wirkte alles um mich rum eher bedrohlich. Mir war nicht wirklich wohl bei dem was ich tat doch ne warme dusche und nen Kaffee lockten. Durch eine kanalartige meerenge musste ich schließlich durch nachdem ich die Einfahrt unter ziemlichem Kampf erreicht hatte. Ungelogen fünf Meter hohe Wellen machten mein boot zum Spielball. Sie hatten die halbe ägäis Zeit sich aufzutürmen und zwängten sich unter lautem Getöse durch die zwei Inseln. Die meerenge war vielleicht hundert Meter breit und 300 m lang und verengte sich wie ein Trichter. Links und rechts krachten die Wellen gegen die Felsen und ich mitten hindurch. Das dumme daran ich hing am ende fest da ich keine Chance gegen den böigen Wind hatte und nicht nach fourni rüber kam. Kein Fischer weit und breit. Ich saß in der Falle. Der Wind fegte links und rechts an der kleinen landspitze vorbei hinter der ich Schutz hatte und ich kam nicht weiter. Es waren nur anderthalb Kilometer bis fourni und sogar nur 200m zur anderen insel bzw dortigen Ortschaft doch trotz mehrmaliger versuche kam ich nicht gegen den Wind an. Ich musste dabei vor allem aufpassen nicht fort getrieben zu werden denn dann wäre ich aufs offene meer geraten und so hab ich mich erstmal verschanzt und daß boot an den Felsen festgemacht. Ich lief ein wenig die Küste lang doch es war kein boot in der nähe. So konnte ich nur warten und zur not einen funkspruch zur küstenwache im hafen schicken. Als sich der Wind etwas beruhigt hatte versuchte ich es nochmal kam jedoch nur bis zur nächsten einbuchtung als ich quasi auf der Stelle trat und mit meiner gebrochenen segelstange verhinderte dass ich auf die Felsen trieb. Ein fischerboot hörte und sah meine Lage wohl nicht jedenfalls fuhr es weiter. Irgendwie kam ich um die nächste Ecke und der Wind verlor seine kanalwirkung  so dass ich es versuchte nach fourni rüber zu kommen. Immer wieder ergriffen Böen mein boot und dann kam Imanuelis mit seinem kutter und sah mein winken. Ich warf ihm mein seil zu und er schleppte mich in den Hafen. Dort kamen gleich vier Leute und halfen mir das Boot auf den Strand zu ziehen. Ich war klatschnass. Trotzdem bin ich erstmal ins Café und hab Imanuelis einen Kaffee ausgegeben und mir natürlich auch. Ich war echt erleichtert und der wirt rief die Betreiberin einer Herberge an in der ich mich für eine Woche eingenistet habe. Die Grenzen sind verschwommen. Und heute habe ich sie definitiv überschritten. Ich merkte schon die letzten tage dass die mentale Anstrengung sehr groß ist größer als ich mir bis jetzt vielleicht eingestehen wollte und so habe ich beschlossen eine pause einzulegen und mein Glück nicht über zu strapazieren. Das Wetter soll eh beschissen werden und so werde ich versuchen etwas abzuschalten und das bisher erlebte zu verarbeiten. Werde wandern gehen, lesen, an meiner segelyacht planen und jeden abend meine warme dusche genießen.


Gepostet vor 26th December 2014 von Andreas

DEC
25
Frohe Weihnachten
Was für ein tolles Weihnachtsgeschenk war dieser Tag!! Als wäre er extra für mich gemacht worden. Na ja bis auf ne kleine Ausnahme zum Schluss. Aber dazu später. Halb sieben bin ich aufgestanden nach einer total unruhigen Nacht. Konnte kaum schlafen vor lauter Gedanken was alles passieren kann und vor allem das ich im Extremfall so gut wie hilflos bin. Ein großes Frühstück und ein letzter Blick auf den Wetterbericht vertrieben die bedenken und dann gings los.  Zuvor befestigte ich meinen notfallkoffer mit einem Gurt an der rettungsweste und kontrollierte boot und funkgerät. Der Wind wehte direkt nach fourni und so bin ich ihm gefolgt denn sich gegen ihn zu stemmen und nach samipoula zu fahren hatte wenig Sinn. Die Wellen waren okay und manchmal konnte ich fast ein wenig surfen auf ihnen. Sonne und Wolken wechselten sich ab und mit dem Wind im Rücken kam ich bestens voran. Nach zweieinhalb Stunden hatte ich die Hälfte weg und ich war zehn Kilometer von Land entfernt. Es war fast wie damals auf dem eisfeld. Du bist ein niemand und alles was zählt ist das leben. Es gibt keine Probleme in solchen Momenten und du befindest dich in einer anderen Welt in der du alles vergisst und glücklich bist dass du das erleben kannst. Fourni rückte näher und näher doch wirklich weiter schien ich nicht zu kommen. Die Insel ähnelt kalymnos und ist genauso bergig. Der Wind drehte etwas und kam nun schräg von links. Es kostete mich etwas Geschwindigkeit doch das unangenehme waren die wellen von der Seite. Ständig musste ich gegensteuern. Doch ich habe es trotzdem hinbekommen auf geradem weg nach fourni zu fahren und komischerweise hab ich den ganzen tag nicht ein fischerboot gesehen. Zuerst erreichte ich eine kleine Insel vier Kilometer vor fourni und langsam wurde mir bewusst ich hab es geschafft. Doch der Wind frischte auf die Wellen wurden immer höher und schneller und vor allem sie kamen von der Seite. Manche verdeckten sogar den Horizont. Mein boot schien an der Belastungsgrenze und schließlich einen Kilometer vor Schluss springt die Welle aus dem Lager. Ich wollte sie reparieren doch da ich nicht noch ein Lager kaputt machen wollte und ich direkt vor einer bucht war bin ich diese hinein gesegelt. Ich hoffte ohne Antrieb gut an land zu kommen und hatte mal wieder Glück. Alles ging gut. Die Welle war schnell repariert und gleich noch ein wenig verlängert damit sie nicht mehr rausrutschen kann. Tja und dann bin ich die 300m wieder rausgefahren. Eine Stunde hab ich gebraucht und wollte mehr als einmal aufgeben und mich wieder rein treiben lassen. Es ist als ob du einen Berg hochfährst und hast nur einen großen Gang und sobald du aufhörst zu treten fährst du rückwärts und vor allem du kannst nicht absteigen und Pause machen. Meine Oberschenkel brannten doch ich wollte den inneren Schweinehund nicht gewinnen lassen. Völlig fertig und fluchend kam ich um die kleine landzunge und hab mein ziel doch noch erreicht. Sogar zu einem Abendspaziergang hats noch gelangt und mal wieder einen Sonnenuntergang.  Zum kochen hatte ich keinen Bock mehr und so gab es Müsli und keine weihnachtsspaghetti;) Ich war aber auch fix und fertig als ich im Zelt lag und hoffte das der Wind nicht dreht und die Wellen bis ins Zelt schwappen. Knapp zwei meter hab ich Reserve. Ich glaub es war eines der Weihnachten das ich nie vergessen werde. 26km übers offene meer in meinem selbstgebauten boot!! Und ja ich hatte echt Glück mit dem Wetter und wohl nicht nur damit. Vor allem aber war es perfektes Timing.  Zwar hätte ich mir einen tag mehr gewünscht auf arki aber man kann eben nicht alles haben. Jedenfalls scheint der Boden unter mir zu schwanken oder bin ich es? ;)




Gepostet vor 25th December 2014 von Andreas

DEC
24
Feuertaufe
Von wegen entspannen. Ich frag mich echt wofür es Wetterbericht gibt. Ja ich weiß ich hab gehofft dass er nicht stimmt aber erst ab dem we!! Ein laues Lüftchen war angesagt und schon nachdem ich um die Insel war kamen mir Wellen richtige Wellen und ein übler Wind entgegen. Ich wollte es wissen denn rein treiben konnte ich mich immer lassen. Bei zwei Wellen dachte ich ich kippe und das Wasser spritzte übers ganze boot. Eine Stunde brauchte ich für 500m und als ich draußen war aus der großen bucht riskierte ich es an der Küste lang. Der Wind kam von der Seite und ich hielt gehörigen Abstand zu den Felsen an denen sich die Wellen in weiße Wolken auflösten. Doch ich kam vorwärts während ich immer nach hinten blickte um nicht von einer übergroßen Welle überrascht zu werden. Mit der Zeit ließ der Wind nach und das Meer wurde etwas ruhiger. So kam ich zu dem platz an dem ich zelten wollte und ging an Land. Er war fast so schön wie der gestern und lag ebenso auf einer kleinen Insel. Das war auch mein Problem. Sollte ich mir morgen sagen ich fahre nicht nach samos sitze ich vielleicht fest falls ich auch nicht nach arki komme. Und da echt mieses Wetter angesagt ist ab we bin ich nachdem der Wind fast zu Ruhe gekommen war ein Stück zurück zu einer kleinen bucht die einen Kilometer vom Ort arki entfernt lag. So hatte ich mehr Ruhe und vor allem mehrere Optionen. Mein Zelt steht zum ersten mal auf Wiese und ich habe quasi mein ziel für morgen vor Augen. Der Abend war quasi heilig als ich auf einem Stein auf der kleinen Halbinsel vor meinem zelt saß und hinaus aufs Meer gestarrt habe. Schmetterlinge tanzten durch die Luft und das Wasser war völlig ruhig. Ein paar Ziegen besuchten mich wahrscheinlich weil ich auf ihrem nachtquartier stand und samos wirkte nur einen katzensprung entfernt. Ich hab echt schiss vor morgen aber da muss ich jetzt durch. Hoffe nur dass der Wetterbericht morgen stimmt und aus den vier nicht sechs beaufort werden!!!

Frauke und Jens aus lipsi haben mir ein paar Bilder geschickt. So könnt ihr mich mal bei der Arbeit sehen . Obwohl das war der tag wo ich gesegelt bin;)




Gepostet vor 24th December 2014 von Andreas

DEC
23
Im Paradies
Erstaunlich wie schnell sich das Wetter hier ändert. Noch bis Mitternacht hatte es mächtig gestürmt und heute morgen fast kein Lüftchen. Zwar war es wieder kalt doch die sonne sollte nicht lange auf sich warten lassen. Kurz vorm losfahren dann ein riesen Schreck. Da pumpe ich Luft auf da jeden tag etwas verloren geht und als ich zehn Minuten später das Boot ins Wasser schieben will nachdem ich es beladen hatte war die Luft schon wieder etwas runter. Ich dachte,  nein Bitte nicht!! Doch zum Glück hatte ich nur die luftkammer mit dem höheren Druck aufgepumpt und das hat. nicht gereicht damit die andere auf Druck gebracht wird. Durch die Kälte hatte sich die Luft zu sehr zusammen gezogen.  Muss man nicht verstehen und ich verstehs eigentlich auch nicht;) Nachdem der Puls wieder unten war gings los und die pumpe hab ich trotzdem draußen gelassen. Draußen war dann doch etwas mehr Wind doch ich kam einigermaßen voran. Weit wollte ich nicht und so hab ichs nicht übertrieben. In einer kleinen Ortschaft was wohl schon zuviel gesagt ist ging ich an land in der Hoffnung nen Kaffee zu bekommen. Doch das idyllische Plätzchen war wie ausgestorben und scheint nur im Sommer bewirtschaftet zu werden. Also bin ich weiter. Mal wieder sah ich die Fähre von anek lines und nach knapp ner Stunde hatte ichs geschafft. Ein traumhaftes Plätzchen auf einer kleinen Halbinsel. Sandstrand und absolute Windstille. Ein toller Blick über die unzähligen kleinen Inseln ringsum und das Wasser zwischen ihnen war so flach, dass es türkis schimmerte. Wie in der karibik! Kaum zu glauben dass ich Tags zuvor noch mit Mütze rum gelaufen bin. Es war gerade erst mittags und so hatte ich jede Menge Zeit um die kleine Insel zu erkunden. Baden war ich auch logisch und dann war sogar noch zeit um faul in der sonne rum zu liegen. Mal wieder ein fantastischer Tag. Trotzdem hab ich schon etwas bammel vor Donnerstag. Ich muss 25km übers Meer bis fourni oder vielleicht auch bis samos. Bin mir noch nicht sicher. Windstärke 4 ist angesagt jedoch aus der richtigen richtung. Aber erst hab ich morgen noch nen Tag zum entspannen. Hoffentlich wird der genauso schön wie der heute und wie der Sonnenuntergang. Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen: Allen die diesen Blog verfolgen ein ruhiges und glückliches Weihnachtsfest.




Gepostet vor 23rd December 2014 von Andreas

DEC
23
Winter
Der Sturm kam schneller als gedacht und so bin ich unter ohrenbetäubendem Lärm eingeschlafen. Es war gut dass ich mein Zelt richtig abgespannt hatte. Nachts gab es einen kurzen Regenschauer und am morgen hab ich mich kaum aus dem Schlafsack getraut. Eine hundekälte!! Kaum fünf Grad und dazu ein eisiger Wind. Also nur das nötigste draußen erledigen und gleich wieder in den warmen Schlafsack. Ich weiß ich bin ne memme. Kurz bevor die sonne hinter dem Berg hervor kam hatte ich schon gefrühstückt und ein paar mehr Klamotten an wie sonst. Wollte echt schon die Handschuhe auspacken. Mir war zwar nicht wohl dabei mein Zelt allein zu lassen bei dem Wind doch ich wollte das eigentlich tolle Wetter nutzen und über die Insel laufen. Die Farben waren wieder mal fantastisch und durch die eigentlich immer tief stehende sonne auch wunderbar kräftig. Ich lief zuerst zu der Bucht auf der anderen Seite. Und ja sie wäre wohl der schönere Platz gewesen aber ich glaub ich hätte keine ruhe dort gehabt. Der "strand" schien nicht selten komplett überflutet zu werden. Das Meer schäumte nur so und die Wellen prallten unter lautem getose an die Felsen. Es war ein einziges rauschen und heulen. Mit Mütze und zwei Pullovern stiefelte ich den Ziegenpfaden hinterher und blickte immer wieder tief nach unten zum Meer. Die Insel ist ziemlich stark bewachsen und es war gar nicht so einfach das dichte Gestrüpp zu umgehen. Auf der Südseite war ich geschützt und fast kam ich ins schwitzen. Keine Wolke am Himmel und eine Sicht fast bis nach Afrika. Die Küste ist dermaßen abwechslungsreich das man alle paar Meter denkt sich auf einer anderen Insel zu befinden. Fast fünf Stunden war ich unterwegs und nach nem kurzen nickerchen gings wieder hinaus. Die Tage vergehen recht schnell und so war schon wieder Sonnenuntergangszeit. Es war eisig kalt und der Wind schien gegen abend noch stärker zu werden. Jedenfalls zog die gischt der Wellen hunderte Meter mit dem Wind über die Insel. Doch ich sollte die nächsten tage noch genießen denn ab dem we ist wirkliches sch... Wetter angesagt. Doch meisten liegt der Wetterbericht eh daneben. Hoffentlich!!!!




Gepostet vor 23rd December 2014 von Andreas

DEC
22
Windspiele
Zwei Mandarinen musste ich gestern abend noch fangen als ich am Meer saß und in die tief stehende sonne blickte. Ein fischerpärchen hatte sie mir vom Boot aus zugeworfen nachdem sie ihr Netz ganz in der nähe ausgelegt hatten...
Stille.  Eigentlich schade das die Nacht so schnell vorbei war. Doch kurz nach sieben trieb mich die Dämmerung nach draußen. Ich wollte nun doch zu einer recht großen Insel etwas weiter nördlich fahren. Allerdings konnte ich das vergessen, denn als ich den schützenden bodden verließ wurden die Wellen immer größer und der Wind hätte mich glaube nach Athen geweht. Also planänderung und zurück. Da der Sturm aus Norden kommen soll bin ich zu einer bucht in der nähe eines kleinen kai gefahren. Die sagte mir jedoch nicht wirklich zu. Die zweite die zur Auswahl stand aber noch weniger und so blieb nur die erste. Gerade als ich den platz für mein Zelt von Unrat befreit hatte merkte ich dass der Wind nachgelassen hat. Also alles wieder aufs boot und wieder raus aufs Meer. Die Wellen waren zwar immer noch zweimal so hoch als mein boot doch der Wind hielt sich in Grenzen. So schipperte ich vorbei an drei kleinen Inseln während der Wind urplötzlich wieder auffrischte. Zum Glück befand ich mich meist im Windschatten doch wohl war mir nicht. Als ich die letzte der Inseln erreicht hatte war ich weit genug um nun mit dem Wind zur Insel Agreloussa meinem heutigen Ziel zu segeln. Ich hatte laut Karte zwei Möglichkeiten an land zu kommen. Da die Wellen immer noch recht hoch waren wusste ich nicht ob ich es auf der Ostseite schaffe zumal der Strand auch recht klein war. Ich fuhr trotzdem hin doch ich traute mich nicht. Es wäre zwar die windgeschützte Seite gewesen doch wenn der Wetterbericht nicht stimmte hatte ich keine ruckzusmöglichkeit da nach dem schmalen kiesstreifen eine steilwand in die Höhe ragte. Da ich keinen Bock hatte gegen die mächtige Brandung zu starten bin ich gar nicht erst an land sondern noch um die Insel drumherum gefahren. Die Küste war fast schon spektakulär. Steile Felsen Höhlen und ein steinbogen der gleich zusammen zu fallen drohte. Die bucht ist auch okay und nachdem ich mein Zelt aufgebaut hatte und das Boot ans Land gezogen hab ich den nordteil der Insel erkundet bzw die Küste. Die Sonne brannte als ob Sommer wäre während das viele grün was durch den Regen der letzten Woche sprießt eher auf Frühling tippen läßt. Ich kletterte über riesige Steine und manchmal lagen sie so knapp aneinander dass ich Angst bekam das sie wie ein Kartenhaus zusammen fallen wenn ich drauf trete.  Nach zwei Stunden war ich wieder da und hab mich erstmal im Meer erfrischt. Danach Brot und Wurst eingepackt und die bucht hinaus zu dem felsbogen den ich gesehen hatte. Echt verblüffend zu was die Natur imstande ist. War schon ein etwas mulmiges Gefühl da drunter zu stehen. Die Sonne verschwand langsam hinter patmos und färbte die Landschaft noch kräftiger. Wieder ein sehr anmutender abend und ich bin laut singend :) über die Felsen gesprungen vor lauter euphorie. Frage mich nur wo der Sturm herkommen soll es weht noch immer nur ein laues Lüftchen. Hab aber das Zelt trotzdem ordentlich abgespannt. Hoffe ich.




Gepostet vor 22nd December 2014 von Andreas

DEC
20
Calm Sea
Das Meer schwappte wie das Wasser in einer riesigen Badewanne ans Ufer als ein neuer fast einmaliger Tag begann. Langsam gab die sonne den Felsen über mir ihre Farbe wieder und ich löffelte derweil mein morgendliches Müsli. Kurz nach acht schob ich mein boot ins Wasser und bin zurück nach lipsoi gefahren. Zwar kam der Wind von der Seite doch ich wollte trotzdem versuchen zu segeln. Dabei ist mir die Stange vom Segel gebrochen. Hm. Carbon! Egal scheinbar sollte das passieren denn ohne die Stange funktioniert es besser. Das merkte ich allerdings erst später denn bis lipsoi musste ich treten. Ich ging an einer großen bucht an land und folgte einem angelegten wunderschönen weg aus wilden Steinen. Er führte an der steilen Küste langsam ansteigend zu einer alten kleinen Kirche. Vorbei an verknöcherten Bäumen und Sträuchern reichte mein Blick immer weiter je höher ich kam. Nach einem kurzen besuch der Kirche gings wieder hinunter und jetzt segelte ich die Küste entlang. Nachdem diese dann nach Norden führte durfte ich wieder fliegen. Ich glaub das ist noch schöner wie segeln. Keine Welle auf dem Wasser und unter mir breitete sich ein wahrer Garten aus über den ich schwebte. Ich legte mich hin und blickte in die Tiefe während ich mich treiben ließ. Felsbrocken, seegras, fische, blau in allen tönen und das alles bestimmt 30m unter mir. Werde ich nie vergessen. Danach wars nicht mehr weit und ich kam in einen kleinen bodden. Ich suchte mir die schönste bucht raus und stellte mein Zelt auf den kies. Leider war die sonne schnell weg sodass ich nochmal auf die andere Seite gefahren bin und ein wenig am Meer entlang gelaufen bin und auf den Sonnenuntergang gewartet habe. Ich weiß noch nicht was ich morgen mache. Für Montag ist Sturm angesagt. Das heißt wenn ich morgen wandern gehe hänge ich bis mindestens Dienstag fest. Wenn ich weiter fahre verpasse ich vielleicht was...





Gepostet vor 20th December 2014 von Andreas

DEC
19
Sommer
Keine Wolke am Himmel heute morgen und so bin ich schon vor sieben aufgestanden und hab meinen Kram zusammen gepackt. Ein kleines Frühstück beim Bäcker gönnte ich mir noch doch gleich danach gings hinaus aufs Meer. Grad als ich das Kai verließ kam eine Fähre und ich musste einen kleinen Bogen fahren um mich nicht mit dem Kapitän anzulegen. Und dann,  konnte ich endlich mal wieder segeln. Ich wollte zu ein paar kleinen Inseln vor lipsi und der Wind kam genau richtig. Es war fantastisch so einfach mit dem Wind dahin zu gleiten. Ich streckte die Beine aus und genoss das feeling. Nach einer Stunde war ich an der ersten Insel und vertrat mir kurz die Beine. Doch ich sah, dass die anderen wohl die interessanteren waren und so blieb ich nicht lange. Der Wind frischte etwas auf doch zwischen den Inseln brachte es nichts das Segel zu setzen. Eine tolle bucht erwartete mich auf der nächsten Insel. Dazu ein herrlicher Blick bis nach amorgos und astypalaia. Ist ganz schön weit, aber dort will ich auch noch hin. Doch der tag war zu schön um schon daran zu denken. Zur nächsten Insel musste ich ganz schön kämpfen da der Wind immer stärker wurde und ich ihm nun entgegen fuhr. Doch schließlich hab ichs geschafft und blickte nun auf eine wilde Steilküste. Diese gehörte jedoch zur nächsten Insel und so bin ich nach einem kurzen landgang gleich weiter gefahren. Hab heute übrigens eine neue Technik zum losfahren gegen die Brandung ausprobiert und ich glaube die funktioniert bis jetzt am besten. Ich werfe den Anker soweit wie möglich ins Wasser und ziehe mich dann hinaus.  Wieder forderte mich der Wind heraus doch ich gab nicht klein bei. Felszacken ragten aus dem Meer und die Klippen waren bestimmt 50 Meter hoch. Kein Lüftchen ging im Schutz der Insel und so konnte ich genauso tief nach unten blicken. Das Wasser war türkis bis tiefblau, die Felsen  orange und ab und an hielt sich etwas grün an den Klippen. Hinter mir schnaufte es und ich nahm es erst gar nicht richtig für voll doch als es sich wiederholte drehte ich mich um und sah einen Delphin vielleicht 20m entfernt abtauchen. Dachte ich zumindest. Doch es waren ringelrobben wie ich später feststellte. Eine sonnte sich am Strand und bemerkte mich gar nicht als ich vorbei fuhr. Die Küste wurde immer spektakulärer. Ich blickte in tiefe Höhlen in denen die robben brüllten und ich fuhr durch ein Loch im Berg. Bin grad so durchgekommen mit meinem Masten. Die robben ließen mich nicht aus den Augen. An einem felsigen aber ruhigen Platz ging ich nochmal an land und betrachtete alles von oben. Vor allem das Wasser sieht von oben fantastisch aus. Da es mir zu heikel war das Boot zwischen den Felsen zu lassen über Nacht bin ich zurück zu der faulen robbe und wollte mich zu ihr an den Strand gesellen. Allerdings sah sie das anders und ist lieber schwimmen gegangen. Ich zog mein boot an land und nach einer großen Portion Müsli tat ich es ihr gleich nachdem ich vergeblich versucht habe die Felsen rauf zu klettern. Es war eh schon nach drei und da die Steine ziemlich groß waren zog ich es vor auf dem Boot zu schlafen. Von dort aus Blicke ich jetzt hinauf zu den Sternen nachdem ich die sonne im Meer hab versinken sehen. Ein wahrlich wunderbarer Tag liegt hinter mir.





Gepostet vor 19th December 2014 von Andreas

DEC
18
Lipsi
Nachdem ich gestern morgen bei kräftigem Wind das Stück von meinem Zeltplatz rüber nach lipsi geritten bin und froh war das ich am Kai lag an dem mir paar vorbeikommende Männer beim Anlegen geholfen haben, hab ich mich für zwei Tage in einem kleinen Hotel einquartiert. Von meinem Zimmer hab ich einen tollen Blick hinauf aufs Meer und den kleinen beschaulichen ort. Auch hier ist absolut nix los und fast alle Pensionen und Restaurants sind geschlossen. Aber mir solls recht sein. Meinen Proviant hatte ich schon aufgefüllt, als mich fraula ansprach da sie mich im laden gesehen hatte und gemerkt dass ich deutscher bin. Schließlich hat sie mich zum Kaffee eingeladen und wir verabredeten uns für um drei. Bis dahin hab ich noch Wasser aufgefüllt und Postkarten besorgt und bin ein wenig durch die Gassen gelaufen. Und ich geb zu ein wenig gefaulenzt. Pünktlich um drei holte mich fraula ab und nach fünf Minuten begrüßte mich auch ihr Mann yanez bei ihnen zu hause. Es war ein wunderschönes kleines Häuschen mit Blick aufs Meer und einem liebevoll gestalteten Garten rings ums haus. Wir saßen eine ganze weile bei Kaffee und Gebäck und redeten über Griechenland meine reisen über Terroristen auf lipsi über das Leben allgemein auf lipsi. Es war fast ein wenig wie bei Oma und so sind wir am Abend noch zusammen essen gegangen ins einzige offene Restaurant im ort. Ein Gläschen Wein dazu und der Tag war perfekt. Nachts gewitterte und stürmte es heftig und ich hatte schon angst um mein boot doch heute morgen dann purer Sonnenschein und ich überlegte schon mit meinen boot ne kleine Spritztour die zu machen. Doch ich folgte dem Tipp von fraula und ging ein wenig wandern an der idyllischen Küste. Auf dem Weg dorthin musste ich wieder durch die engen Gassen des Ortes und ich fand es echt lustig, dass man dabei gleich ins Wohnzimmer bzw in die Küche schaut wenn irgendwo die Tür aufsteht. Es war ein wunderbarer Tag. Sonne Wind ruhige See und tolle Ausblicke. An einem Baum bin ich vorbei gekommen welcher ganz allein auf einer kleinen Halbinsel stand und ums Überleben kämpft. Draußen saßen wie immer die Fischer in ihren booten und ich hörte sie singen während sie ihr Glück in der Tiefe suchten. Ein wahrlich friedlicher Anblick auch wenn es den ihnen nicht wirklich gut geht um nicht zu sagen schlecht. Zuvor gab's am morgen noch einen leckeren Kaffee in der Bäckerei. Genauso wie danach, als ich zurück kam. Am Morgen hab ich völlig in Vorfreude auf meine kleine Tour das bezahlen vergessen, was mir jedoch zum Glück noch aufgefallen ist bevor ich los gelaufen bin. Ja und am Nachmittag hab ich es mir auf dem Balkon bequem gemacht und das treiben im Hafen beobachtet und an meinem segelkatamaran, also dem Nachfolger vom jetzigen,  getüftelt. Am Abend gab's wieder Gewitter und kräftigen Wind aber solange es morgen wieder schön wird ist mir das egal.



Gepostet vor 18th December 2014 von Andreas

DEC
16
Inselhopping
Das mit dem Sonnenaufgang war nichts. Nein ich hab nicht verschlafen es waren einfach zu viele Wolken. Trotzdem war es wunderbar ruhig und nur die Fischer mit ihren einmannkuttern waren neben den kleinen Wellen zu hören. Ich frühstückte ausgiebig denn es wartete eine lange Strecke auf mich bis ich wieder an land kommen würde. Der Wind kam von links und die See war immer noch recht ungemütlich. Irgendwie kamen die Wellen von allen Seiten als ob sie hinter einem Stein zusammen schlagen. Wenn man so mitten auf dem Wasser hin und her schaukelt kilometerweit vom Land entfernt wird einem schon ein wenig anders. Kaputt gehen darf nix. Aber es sind genug boote draußen von daher ist es nicht ganz so wild und bis jetzt toi toi toi haut alles hin. Das einzige Problem ist die windanfälligkeit, doch das war mir fast klar. Hab aber schon ne Idee wie ich die beheben kann. Nach anderthalb Stunden war ich an der ersten Insel doch da war keine Chance an land zu kommen. Alles Felsen. Also nochmal drei Kilometer. Langsam machten sich menschliche Bedürfnisse bemerkbar und die sind echt bequemer auf festem Boden zu erledigen. Ich hab also bisschen schneller getreten. In einer wunderschönen bucht gab's mittag - nochmal Brot mit Wurst - und danach gings rüber nach lipsoi. Das gegen die Brandung losfahren ist echt nicht einfach. Man muss genau die kleinen Wellen abpassen, das Boot ins Wasser schieben, aufspringen und dabei gleichzeitig abschieben, hinsetzen und treten, und dabei hoffen das keine Welle das Boot quer dreht. Ist echt jedes mal ein ziemlicher akt.  Die Küste von lipsoi ist schroff aber grade im Süden sehr urban. Jedoch hab ich genau gegenüber von lipsi einen tollen lagerplatz gefumden. Erst wollte ich mir ein zimmer nehmen doch der Himmel sah nach Sonnenuntergang aus und so wollte ich lieber draußen bleiben. Ich hätte mich echt geärgert bei dem Anblick an diesem Abend als  ich noch ein wenig der felsigen Küste gefolgt bin. Mein boot schwimmt heute vor Anker und ich hoffe der angekündigte Wind wird nicht gar so stark sodass es den anker nicht losreißt. Weiß nicht ob ich morgen wandern gehe oder nach lipsi rüber fahre. Wahrscheinlich ersteres da es Donnerstag regnen soll. Mal sehen wies morgen aussieht.




Gepostet vor 16th December 2014 von Andreas

DEC
15
Robinson Crusoe

Es scheint gerade so zu wimmeln vor Sternschnuppen. Allein gestern Abend sind acht vom Himmel gefallen. Bin gar nicht hinter her gekommen mit wünschen. Gerade als ich aufgestanden war legten zwei Fischer mit ihrem boot am Steg an und sie kamen auf ein kurzes schwätzchen vorbei. Sie mussten ja schließlich wissen wer da drei tage auf ihrer Insel rumlungert. Mit verständigen war zwar nicht viel doch für ein bisschen Smalltalk hats gereicht. Einen Tintenfisch hätten sie gestern gefangen und sie haben mir ein kleines essenpaket gepackt. So gab's heute mittag Brot mit Wurst und die zwei leckersten Orangen die ich je gegessen habe. Die waren so was von fruchtig... Erst war aber Schwerstarbeit angesagt. Der Wind kam nicht wie angesagt aus Norden sondern aus Osten und so musste ich ganz schön demmern um einigermaßen voran zu kommen. Allerdings war es ziemlich kalt in kurzen Hosen da sich die Sonne bis zehn hinter Wolken versteckt hielt und so war es gut dass ich genug Bewegung hatte. Dazu waren die wellen bestimmt noch zwei meter hoch und die See sehr unruhig.  Zum Glück werd ich nicht mehr seekrank. Als ich einen kleinen Spaziergang auf einer kleinen Insel machte wurde ich auf Schritt und Tritt von einer Katze verfolgt. Die hat die ganze zeit gejammert - hab es jetzt noch im ohr - und ist mir nicht von der Seite gewichen. Die dachte bestimmt ich bin ihr herrchen dem auch die kleine Hütte gehört die auf einem felsvorsprung stand. Ich war froh als sie nicht mit aufs boot wollte. Weiß nicht ob sie gedemmert hätte. Bei einem Hamster hätte die sache anders aus gesehen. Nach vier Stunden an der tollen Küste an der ich vor zwei tagen zu fuss langgelaufen bin und drei Kilometern übers Meer war ich auf meiner bisher kleinsten Insel - Trypiti heißt sie - und froh dass die Bucht auch ne bucht mit Kies war. Im Grunde sind es zwei buchten da es sich um einen etwa zehn Meter schmalen landstreifen handelt und die Wellen von zwei Seiten an land schwappen. Natürlich hat genau zu dieser Zeit der Wind angefangen nachzulassen. Nach dem Essen hab ich dann die nachbarinsel umrundet und ein Loch in der selbigen entdeckt. Leider konnte ich nicht durchfahren. Unzählige Fischreiher und Möwen saßen auf den steilen Klippen und flogen kreischend davon als ich ihnen zu nahe kam. Mein Zelt steht mit Blick nach Osten zwei Meter vom Wasser entfernt und ich hoffe es gibt morgen nen tollen Sonnenaufgang. Ein wenig fühle ich mich echt wie Robinson Crusoe auf der kleinen Insel zumal ich in die eine Richtung nur Wasser sehe. Morgen geht's dann fast zehn Kilometer übers Meer Richtung lipsoi. Hoffe der Wind kommt von Süden.





Gepostet vor 15th December 2014 von Andreas

DEC
14
Nass gemacht
Wieder war es eine ruhige Nacht und wieder gab es einen Sonnenaufgang zum wach werden. Zuvor leuchtete  genau wie gestern um die gleiche Zeit eine sternschnuppe auf. Mütze hab ich keine gebraucht da der Wind nicht gar so kalt war. Nach dem Frühstück hab ich mich nochmal hingelegt doch nach ner halben Stunde hat ich satt nichts zu tun bei diesem grandiosen Wetter. So bin ich wieder raus ans Meer, hab mir ein geschütztes Plätzchen gesucht und mich gesonnt. Irgendwie besser wie nichts tun. In der meerenge in der meine bucht liegt gibt's kaum Wellen doch draußen sind immer noch weiße kämme zu sehen gewesen. Und solange ich die sehe fahr ich nicht hinaus. Aber ich hab den Tag auch so rumgebracht. Nach dem Mittag hab ich mein boot an den kleinen steg vor meinem zelt umgeparkt. Dabei hab ich festgestellt, dass es einfacher ist rückwärts rauszufahren anstatt vorwärts. Für manche ist das wahrscheinlich logisch, aberich hab drei Wochen gebraucht um das zu merken. Nachdem ich das Boot einmal am Steg und einmal an land festgemacht hatte - so das es auf dem Wasser schwimmt - wollte ich noch eine dritte Leine am Steg festmachen damit der Wind das Boot nicht so hin und her weht. Leider war diese einmal um das stahlseil vom mast gewickelt. Also hab ich das Boot ran gezogen und bin mit einem Fuß auf den Schlauch um das seil einmal um das seil zu legen quasi... Ja, genau. Das Boot ist ganz langsam vom Steg weg getrieben, ich näherte mich genauso langsam dem Spagat und bin schließlich im Wasser gelandet. Aber... Niemand hats gesehen;) außerdem wollte ich als nächstes eh waschen. Durch den Wind und die sonne war alles ratz fatz wieder trocken. Ich hab mich auch noch bisschen gesonnt und nach dem kochen - nein, ich verrate nicht was es gab - bin ich fast schon aus Gewohnheit wieder raus ans Meer. Dort hab ich bisschen mit der Kamera rumgespielt und bin zum zweiten Mal nass geworden. Diesmal ohne Spagat sondern ganz fies von hinten,  als eine Welle die größer war als alle anderen gegen einen Felsen schlug und... den Rest könnt ihr euch ausmalen. Der Wind und die noch scheinende sonne habens gerichtet. Die kleine Insel ist echt ein Traum trotz des anfangs miesen wetters und erneut war es ein wunderbarer abend. Ist trotzdem komisch das die sonne schon halb fünf im Meer versinkt, genauso wie kochen um drei. Hab keine Lust im dunklen und so esse ich meine... ach nein,  ich wollts ja nicht verraten,  lieber kalt wenn ich zurück komme. Wenn der Wetterbericht stimmt werde ich morgen weiter fahren bzw ein kleines Stück zurück auf eine ganz kleine Insel und dort übernachten. Zuvor will ich aber ein wenig um die vielen kleinen Inselchen hier schippern und vielleicht ab und zu an land gehen.




Gepostet vor 14th December 2014 von Andreas

DEC
13
Ein Tag am Meer
Es war ein tolles Gefühl gestern Abend nach einigen Tagen mal wieder das gleichmäßige an land schwappen von kleinen Wellen zu hören. Der Wind hatte gedreht und so war ich auf der geschützten Seite. Allerdings wurde es ziemlich kalt und zum ersten Mal habe ich meinen Schlafsack auch als solchen benutzt. Trotzdem habe ich die ganze Nacht durch geschlafen und bin erst um sechs munter geworden. Heute morgen habe ich dann meine Mütze aufgesetzt so kalt war es. Hab dennoch vorm Zelt gefrühstückt nachdem die sonne hinter den Bergen hervor gekommen war und es langsam wärmer wurde. Hab mich auch gleich nach dem Frühstück auf den weg gemacht da ich die tolle morgenstimmung genießen wollte. Oben auf dem Kamm hat es ganz schön gestürmt und ich hätte meine Mütze mitnehmen sollen hab ich mir so gedacht. Da sich die Sonne auch noch hinter paar Wolken versteckte war nichts mit Pullover ausziehen. Als ich aber auf dem höchsten "berg" angekommen war waren die Wolken mit einem Mal verschwunden und die sonne ließ die Farben endlich kräftig werden. Ich lief eine landzunge hinaus und war echt begeistert von dem tag. Der Wind blies mir ins Gesicht und die Wellen schlugen unter lautem Getöse an land . Dazu die abwechslungsreiche Küste. Viele Möwen schwebten durch die Luft und an einem windgeschützten Plätzchen setzte ich mich eine weile hin und genoss das Spiel der Elemente. Zurück bin ich an der Küste gelaufen und wurde ständig von einem leichten Nieselregen begleitet, denn die gischt der Wellen zog mit dem kräftigen nordwind an den steilen Felsen entlang. Meterhoch brachen sich die Wellen an den kleinen Inselchen im Meer und ich kann mir echt nicht vorstellen in zwei Tagen über das Wasser zu schippern. Aber es ist kaum zu glauben wie schnell sich die See wieder beruhigt. Nach sechs Stunden war ich zurück und klar war ich baden. Hab ne Stunde geschlafen und wie solls auch anders sein, Spaghetti gekocht bevor ich noch mal zurück zum Meer bin und wieder einen tollen Sonnenuntergang bewundern konnte. Diesmal mit Musik die ich gestern vergessen hatte. Weiß noch nicht ob ich morgen hier fort komme. Wenn nicht werd ich den Tag wohl mit faulenzen verbringen.





Gepostet vor 13th December 2014 von Andreas

DEC
12
Alles halb so wild
Ich glaube ich hatte einen sehr guten Platz erwischt. Jedenfalls ist der Sturm als laues Lüftchen an mir vorüber gezogen. Nein ganz so war es nicht aber trotzdem war ich schon fast enttäuscht dass ich so gut davon gekommen bin. Nur einmal schreckte ich zusammen, als ganz in der nähe ein Blitz einschlug und es ohne Vorankündigung mächtig gekracht hat. Mein Silikonfett hat sich bewährt und schade dass ich nicht mehr mit habe. Mal sehen wie lange es wirkt. Der Tag war grau in grau doch wenigstens hatte es zum morgen aufgehört zu regnen. Dafür wehte noch immer ein kalter Wind und so hab ich die meiste Zeit im Zelt verbracht und gelesen, den zu wenigen Schlaf nachgeholt und Bilder gelöscht. Aber irgendwann hats mich dann doch rausgetrieben zumal es immer heller wurde. Die Gewitter zogen draußen überm Meer dahin und so konnte ich gemütlich spazieren gehen. Zu weit bin ich allerdings nicht gelaufen da ich die Insel morgen bei Sonnenschein erkunden will. Außerdem überkam mich der Hunger und so bin ich nach einer Stunde wieder am Zelt gewesen und hab mir den Magen mit Müsli vollgeschlagen. Nachdem ich satt war hab ich mein Zelt umgedreht, da der Wind heute Nacht drehen soll . Allerdings steh ich jetzt ziemlich geschützt und so mache ich mir nicht allzu große Sorgen wegen den angekündigten 9 beaufort. Heute nachmittag war es absolut windstill und der Himmel lichtete sich immer mehr . Die Sonne kam jedoch erst um 3 raus was allerdings für den fantastischen Sonnenuntergang völlig ausreichte. Zuvor hab ich mein bootszelt aufgebaut um es zu trocknen. Hab schnell noch Spaghetti gekocht und bin schließlich nochmal zu der Stelle gelaufen an der ich Vormittags schon war . Die Felsen waren gleich nochmal so bunt und der Sonnenuntergang entschädigte mich für die schlaflosen Nächte zuvor. Echt ein Traum. Halb sechs war ich zurück und hab vorm Zelt auf meinem Wasserkanister sitzend meine Spaghetti gefuttert, als ein kleines boot in der nähe anlegte und scheinbar motorprobleme hatte. Jedenfalls klang er wie eine kettensäge. Scheinbar hat es der käptn hin bekommen denn nach zehn Minuten ist es wieder abgelegt und Richtung Hafen getuckert. Ich bin ins Zelt gekrochen und hab meine stirnlampe gestartet. Die Nacht scheint kalt zu werden. Morgen geht's zu Fuß über die Insel und baden müsst ich auch mal wieder.




Gepostet vor 12th December 2014 von Andreas

DEC
11
Ruhe vor dem Sturm
Einen heftigen Regenguss musste ich heute Nacht noch über mich ergehen lassen ansonsten blieb ich verschont. Trotzdem bin ich mit meinem Zelt gleich nachdem es hell war umgezogen an den kiesstrand gleich nebenan. Zwar steht jetzt mein boot hundert Meter weg aber so stehen die Chancen besser dass ich nicht wieder in einer Pfütze sitze. Gutes deutsch:) für heute Nacht ist dann Sturm angesagt bis 80kmh und ich hoffe dass mein Zelt morgen noch dort steht wo es jetzt steht. Hab mein bestes gegeben um es abzuspannen und außerdem noch Gräben gezogen. Das blöde ist,  dass der Wind von Süd auf Nord drehen soll in der Nacht. Hier in meiner bucht hält sich der Wind aber noch in grenzen doch draußen ist ganz schön was los. Die Wellen schwappen nur so in die meerenge hinein und man hört das rauschen der brechenden Wellen die gegen die Felsen schlagen. Ein wenig bammel hab ich schon, aber was soll passieren. Im schlimmsten Fall werde ich nass. Schwund ist überall und vielleicht wirds ja gar nicht so schlimm. Ein paar Kostproben hab ich heute ja schon bekommen denn es ziehen immer wieder kräftige Schauer vorbei. Mmeistens sahen sie jedoch bedrohlicher aus als sie am Ende waren.  Doch auch die Sonne kam öfters raus und so bin ich immer wieder hinaus ans Meer. Eigentlich ist es ja echt tolles Wetter und man kann das Meer und die Luft so richtig fühlen. Eine bizarre und kunterbunte felsformation hab ich entdeckt die mich total an die painted Rocks auf Maria Island in tasmanien erinnert hat . Nicht nur die Pflanzen scheinen hier stacheln zu haben,  denn ich habe heute ein krabbengehäuse  gefunden welches fast einem igel glich und vor paar Tagen schon eine Muschel mit unzähligen spitzen. Nebenbei hab ich die wichtigsten stellen vom Zelt mit Silikonfett eingeschmiert welches eigentlich für die Reißverschlüsse meiner Taschen gedacht ist und ich glaube es hilft. Hab das Wetter hier wohl etwas unterschätzt sonst hätte ich wirklich mein neues mitgenommen. Werde mir aber bei Gelegenheit etwas Silikonspray besorgen. So war es ein recht entspannter Tag und ich warte auf die Dinge die da kommen. Allerdings bin ich ziemlich müde da ich die letzten drei Nächte nicht wirklich viel geschlafen habe. Morgen muss ich noch aushalten, dann soll es angeblich eine Woche schön bleiben. Doch bis Montag werde ich wohl noch auf der Insel bleiben müssen denn erst dann soll der Wind genug nachgelassen haben. Aber ich glaub nicht so recht dran. Was ich jedoch absolut irre finde sind die Fischer die in ihren kleinen booten durch die meterhohen Wellen pflügen und das bestimmt zehn Kilometer vor der Küste. Da sag nochmal jemand ich sei verrückt.


Gepostet vor 11th December 2014 von Andreas

DEC
10
Himmel und Hölle
Es war eine ruhige aber kurze Nacht denn schon mit Beginn der Dämmerung bin ich aufgestanden und hab angefangen zusammen zu packen und pünktlich zum Sonnenaufgang bin ich gestartet. Laut Wetterbericht sollte es bis ca mittags recht ruhig bleiben was Wind und Gewitter anging. So bin ich bei fast spiegelglatter See und einer wunderbaren morgenstimmung die Küste entlang geschippert. Langsam hab ich es auch raus wie ich das Boot gegen die Wellen ausrichten muss um nicht ständig gegensteuern zu müssen und kann immer öfter die arme hinterm Kopf verschränken und entspannt vor mich hin dösen. Leros ist etwas sanfter,  als kalymnos doch gerade der nördliche teil gefällt mir ausgesprochen gut. Vor allem sieht die Landschaft sehr natürlich aus. Die bucht die ich mir ausgekuckt hatte war jedoch die reinste Müllkippe. Ich weiß nicht ob ich wütend oder traurig sein soll. Doch ich versteh nicht wie man so gewissenlos sein kann und alles was weg muss dem Meer überlässt. Es macht mir die Griechen nicht gerade sympathisch. So bin ich weiter bei tollem Wetter. Es war zwar sehr kühl doch da der Wind nicht mal zum segeln gereicht hat ist mir trotzdem warm geworden. In einigen schönen buchten hielt ich doch ich war nie so wirklich zufrieden. Als ich von der vorletzten starten wollte hab ich einen Stein im flachen Wasser übersehen und bin blöderweise mit dem Schaufelrad hängen geblieben. Dadurch hat es die Welle aus einem der Lager gerissen und beim wieder hinein schieben hab ich glatt das Innenleben raus gedrückt. Natürlich waren alle kugeln fort und das Lager somit hinüber. Sch... Also wieder an den Strand und neues Lager eingebaut. Ich hab mich mal wieder echt über mich geärgert. Aber das tolle Wetter hat mich das schnell vergessen lassen und ich bin hinüber zu der kleinen Insel Archangoles nördlich von leros gefahren. Es war nur ein Kilometer und so war ich pünktlich zum mittag in einer wunderschönen bucht gelandet. Mit sandstrand. Blauer Himmel und immer noch kein wind. Also hab ich Wäsche und mich gewaschen und bin danach ein Stück in die Gegend verschwunden. Auf dem Meer war einiges los da es ein paar fischfarmen gibt. Das erste Gewitter zog vorbei und ich bekam nur ein paar tropfen ab. Das zweite sollte mich allerdings voll erwischen. Ich hatte noch nicht mal meine Spaghetti gegessen als es immer dunkler wurde am Horizont. Gleichzeitig ging die sonne unter was für eine gespenstische Stimmung sorgte. Ich packte vorsorglich alles in meine wasserdichte Tasche nachdem ich ja bereits meine Erfahrungen mit Gewitter hier gemacht hatte. Es blitzte und donnerte und schließlich saß ich mitten im Wolkenbruch. Ich hatte noch ein paar Gräben um mein Zelt geschart doch das hat nicht wirklich geholfen. Nach fünf Minuten stand mmein Zelt in einer riesigen Pfütze da das Wasser den kleinen sandigen Hang hinunter kam und gar nicht so schnell versickern konnte. Der Wind frischte zum Glück nur kurz auf doch ich bin trotzdem in das alte Haus was etwas oberhalb von meinem Zelt stand gerannt damit ddurch den Druck kein Wasser durch den Boden kommt. Zwar ist das Dach nicht dicht aber immer noch besser wie in ner Pfütze zu sitzen. Außerdem hatte ich meine Spaghetti mitgenommen.  Zum Glück war nach zehn Minuten das schlimmste vorbei und mein Zelt war sogar noch relativ trocken. Ich legte mein tarp ins Zelt damit ich nicht gleic h im nassen liege falls es noch einen Nachschlag gibt heute Nacht. Es war trotzdem ein toller Tag und das völlig unerwartet. Ich hoffe es wird auch ne ruhige Nacht.




Gepostet vor 10th December 2014 von Andreas

DEC
9
Neue Geduldsprobe
Das Wetter hatte sich über Nacht etwas beruhigt und gegen halb drei konnte ich meine nassen Klamotten zum trocknen raus hängen, da es endlich aufgehört hatte zu regnen. Mein boot blieb von Welleangriffen verschont da ich es diesmal weit genug an land gezogen hatte. Geschlafen habe ich nicht allzu viel aber müde war ich am morgen trotzdem nicht. Lag wohl am noch erhöhten Adrenalinspiegel. Bis acht hab ich im Zelt gelegen da an weiterfahren eh nicht zu denken war. Der Wind frischte wieder merklich auf und kam nun auch noch direkt in die bucht. Die Wellen waren dementsprechend groß und die gischt spritzte bis zum Zelt wenn sich die Wellen auf den vereinzelten Felsbrocken brachen. Nach nem kurzen Frühstück und ein wenig blöd in die Gegend gucken bin ich wieder ins Zelt und hab gelesen bis dann völlig überraschend die sonne raus kam. So habe ich mir die Füße vertreten und bin ein Stück die windgepeitschte Küste entlang spaziert. Konnte dadurch auch gleich meine Klamotten noch richtig trocknen. Ein wenig friedlicher hab ich mir die ägäis schon vorgestellt aber so wirds wenigsten nicht langweilig;) Nach einer Stunde war ich zurück und hab mir einen sicheren Zeltplatz gesucht. Denn falls ich morgen nicht hier wegkomme werde ich den brauchen, da es Sturm geben soll. Doch noch habe ich Hoffnung das ich in dem kleinen windschwachen Fenster morgen früh in eine etwas geschütztere bucht komme. Seit eins regnet es wieder und sogar das bachbett neben meinem Zelt führt nun Wasser. Ich hab mein drittes Buch gelesen und versuche nicht an die Zeltwände zu kommen, da die Beschichtung hinüber ist und Wasser durch den aussenstoff dringt. Doch solange es nicht tropft von oben brauche ich nicht aufs boot umziehen. Hoffe nur echt dass ich morgen weiter komme sonst sitz ich bis Montag fest und das bei wohl noch ungemütlicheren Bedingungen als gestern.



Gepostet vor 9th December 2014 von Andreas

DEC
8
Wetterchaos
Es war noch relativ ruhig heute morgen was den Wind anging und regen war auch nicht in Sicht. So bin ich in die Stadt gelaufen um einzukaufen und einen Kaffee zu ergattern. Beim Blick über den bodden an dessen ufer sich die stadt schmiegte sah sie fast idyllisch aus. Vor allem in dem morgendlichen Licht . Noch schaffte es die sonne ab und zu durch die Wolken. Überall lagen kleine boote vor Anker und schaukelten in den Wellen. Der Wind frischte immer mehr auf doch nach knapp einer Stunde war ich am ersten Supermarkt. Dort bin ich ein halbes Vermögen für paar Kekse, Müsli und Konserven losgeworden. Leider gab's keine h-Milch. Im Laden nebenan lud ich meine prepaidkarte auf und dann bin ich der uferstrasse gefolgt. Es gibt wunderschöne Häuschen hier doch auch viele kaputte und runter gewirtschaftete. Überall liegt plastikmull am Strand, auch wenn es sonst recht sauber ist. Immer mehr Autos und Mopeds kamen gefahren und als ich kurz nach neun am Hafen war kam gerade eine kleine Fähre aus patmos an. Wollte gar nicht glauben dass da Autos rauskamen. Trotzdem war recht wenig los. Gleich am kleinen Kai war ein Café bzw mehrere und so setzte ich mich und bestellte einen Latte macchiato und ein Stück Kuchen. Doch leider bekam ich nur einen Espresso obwohl ich die bedienung noch gefragt hatte ob sie weiß was ich meine. Na ja, hab ich mir halt ein Glas Milch bringen lassen und den Espresso rein gekippt. Gar nicht so übel;). Aber das übel sollte noch kommen. Nachdem ich mir die h-Milch besorgt hatte bin ich langsam zum Zelt zurück, da immer mehr Wolken aufkamen und ich der sache nicht getraut habe. Kurz vor mittag war ich da und die Wellen hatten sich schon fast bis ans boot gekämpft. Ich zog es noch paar Meter landeinwärts als es auch schon zu regnen anfing. Okay lese ich halt ein wenig. Wird schon wieder aufhören. Einige Donner waren zu hören und dann urplötzlich rissen windböen an meinem Zelt so das ich mich mit aller Kraft ans Gestänge hängen mußte damit es nicht davon fliegt. Die vollen Kanister hat es weggezogen und mein Zelt war quasi ohne abspannung. Eine halbe Stunde hing ich so im Zelt bis der Gewittersturm nachließ und ich im strömenden regen Steine ran geschleppt und das Zelt wieder abgespannt habe in der Hoffnung dass es jetzt halten würde. Jede Minute blitzte und donnerte es und ich hatte echt schiss so nah am Wasser. Kurz dachte ich es wird heller als auch schon das nächste oder vielleicht auch das gleiche Gewitter über mich hinweg fegte. Ich dachte echt ich verliere mein Zelt. Der Wind kam aus allen Richtungen und alles schwankte unter einem höllen Lärm. So schlimm hab ich es noch nie erlebt auf meinen reisen. Nicht mal zum essen bin ich gekommen. Mein Zelt ist auch nicht mehr wirklich dicht. Es hat ja auch schon vier Touren hinter sich. Hätte doch mein neues mitnehmen sollen. Von zwölf an kam ich mir vor wie ausgesetzt und ich hatte selten so nen schiss. Hoffte ständig, dass es nicht noch schlimmer wird. Eigentlich mag ich ja Gewitter aber das heute war eindeutig eine Nummer zu heftig. Scheiß Klimawandel;) und wieder mal danke und Respekt an hilleberg! als es dunkel wurde - ja solange ging das ganze - gab es eine wahre "lasershow". Links, rechts, überall leuchtenden blitze auf. Einige ganz nah doch die meisten weit genug weg. Der Wind hatte sich gelegt doch es regnete ununterbrochen. Inzwischen hatte ich mich schon fast daran gewöhnt.

Vielleicht wird die Nacht ja ruhiger wie dieser nachmittag...


Gepostet vor 8th December 2014 von Andreas

DEC
7
Long way to Leros
Das ich soweit kommen würde heute, hätte ich nicht gedacht. Erst gab es einen wunderschönen Sonnenaufgang und dann gings weiter Richtung Norden . Ich machte noch einen kleinen stopp an einer Schlucht und lief zu einer Höhle die ich Tags zuvor von oben gesehen hatte, bevor ich die Küste kalymnos verließ und hinüber nach leros schipperte. Vorbei an paar kleinen Inseln ging es gut voran. Bis ich in irgendeiner Strömung gelandet bin und ganz schön treten musste, um nicht abzutreiben. Ich trieb ziemlich schnell auf eine Insel zu und dachte schon, ich lande auf den Felsen, da auch die Wellen zwischen kalymnos und leros ganz schön groß waren. Aber ich hatte Glück wie meistens und bin wieder in ruhigere Gewässer gekommen, als ich leros erreicht hatte. Leider war der erste teil ziemlich überbewirtschaftet und es wimmelte nur so von Ziegen, so dass ich immer weiter fuhr in der Hoffnung, eine schöne bucht zu finden. Kurz nach eins bin ich angelandet und wollte schon mein Zelt aufbauen. Allerdings sagte der Wetterbericht relativ viel Wind für die nächsten zwei tage voraus und die Umgebung war ziemlich stark besiedelt. So bin ich weiter, obwohl ich wusste, dass mir mindestens zwei Stunden bevor standen und einige Gewitter übers Meer zogen. Doch ich wollte hier nicht festsitzen, auch wenn die bucht an sich recht schön war und ich schon über fünf Stunden hinter mir hatte. Aber es kann nicht schaden mal heraus zu finden, wie lange ich treten kann. Zweimal versuchte ich zu segeln, aber der Wind kam zu böig. Es ist gar nicht so einfach, mit einem kleinen Boot gerade auf ein Ziel zu zu fahren. Durch die Wellen sieht es immer so aus, als ob man vom Kurs abweicht. Aber laut GPS hab ichs ganz gut hin gekriegt. Genau zwei Stunden hab ich gebraucht und es hätte keine halbe Stunde später sein dürfen. Denn gerade als mein Zelt stand und mein Boot sicher am Strand verzurrt war, hat es geschüttet ohne ende. Der erste richtige regen seit ich hier bin. So musste ich warten bis es schon dunkel war, um mein wohlverdientes Bad zu nehmen. Danach gab's nen großen Topf Spaghetti. Blöderweise lässt mein Sitz Luft und so tut mir der Hintern mehr weh, als die Beine. Mal sehen ob ich was reparieren kann. Einen Taucher hab ich heute getroffen und und jede Menge sonntagsfischer, die mich quasi angefeuert haben. Mittlerweile gewittert es überall und die blitze erhellen den Horizont. Mal sehen wie das Wetter morgen ist, aber ich werde wohl nach Agia Marina laufen und einkaufen gehen.





Gepostet vor 7th December 2014 von Andreas

DEC
7
Wie Urlaub
Zwar regnete es heute morgen ab und zu, doch kurz nach neun war ich der Meinung jetzt ist gut und bin den Hang hinauf gestiegen, um auf den hauptkamm zu gelangen. Umso höher ich stieg, um so mehr Wind blies mir ins Gesicht, doch auch die Sonne hatte mittlerweile gewonnen. Die Aussicht war fantastisch, als ich oben ankam und die fetten quellwolken im Süden erzeugten eine tolle Stimmung. Die Sonnenstrahlen suchten sich ihren Weg durch die Wolken und schufen kleine Inseln aus Licht auf dem Meer. Ich folgte eine weile dem Kamm und machte einige Abstecher zu den steilen felsklippen, die mich links und rechts hunderte Meter in die Tiefe blicken ließen. Auf dem Meer sah ich einige kleine Fischerboote und in der Ferne zeigte sich die Insel leros im wechselnden Licht. Sie ist mein nächstes Ziel und hoffentlich genauso schön und ruhig wie kalymnos. Mir gefällt es mittlerweile echt gut hier unten. Was natürlich auch am anhaltend schönen Wetter liegt. Nach vier Stunden war ich wieder am Zelt und war wie immer sofort baden. Es hat so um die 20 Grad in der sonne und das Wasser ist noch nicht viel kälter. Kurz darauf hörte ich stimmen oben an der Höhle und ein Pärchen winkte mir zu, als ich hinauf sah, doch sie kamen nicht herunter. Ich machte es mir in der sonne bequem und beobachtete die kleinen windböen, die über das glatte Wasser tanzten. Gestern Abend konnte ich noch einen Fischotter beobachten, wie er ab und an aus dem Wasser auftauchte. Es gibt immer kleine Überraschungen. Was mich allerdings wundert, nicht dass es mir nicht recht wäre, ist, dass es hier so wenig Touristen gibt. Das Wetter ist toll, die Landschaft auch und preiswert sowieso. Nur die sonne ist etwas zeitig verschwunden. Na ja, den kulturschock werd ich schon noch rechtzeitig bekommen.




Gepostet vor 7th December 2014 von Andreas

DEC
6
Relax
Schöner kann ein Tag fast nicht sein. Am Morgen wurde ich von ein paar Fischern geweckt, die in meiner bucht ankerten und frühstückten. Ich tat es ihnen gleich und war froh, dass der angesagte regen wo anders viel. Kurz nach acht ließ ich die vier Fischer blöd gucken als ich an ihnen vorbei fuhr - ja es war noch da - und wünschte ihnen einen schönen Tag. Das Meer war spiegelglatt und die sonne kam gerade noch rechtzeitig hinter den Wolken hervor, als ich auch schon nach Norden einschwenkte und die schroffe Küste entlang fuhr. Ist echt ein komisches Gefühl zu wissen das man kilometerlang nicht an land kommt und man vollkommen aufs Wetter angewiesen ist. Heute jedoch war es ideal. Nicht zu kalt und nicht zu warm. Die tiefhängenden dunkelblauen Wolken verschwommen mit dem Horizont und ich blickte förmlich ins Nichts zumindest Richtung Osten. Einige male bin ich ganz nah an die Löcher in den Felsen rangefahren und blickte ehrfürchtig hinein während die Wellen mein boot auf und ab bewegten. Nach ca drei Stunden war ich in der bucht in die ich wollte und stellte zu meiner Freude fest: kein Müll, fast und ein Stück den Hang hinauf eine riesige Höhle. So bin ich nach dem essen auch gleich los gelaufen und staunte nicht schlecht, als ich in das riesige Loch im Berg blickte. Es war nicht wirklich eine Höhle sondern nach unten abgesacktes Gestein was dieses mächtige Loch hat entstehen lassen. Ein seil führte hinab doch allein hatte ich schiss runter zu klettern. Riesige stalagnite (50:50 ;) ) hingen an den überhängenden Felsen und selbige waren gefärbt in den unterschiedlichsten Farben. Eine ganze weile brachte ich dort zu bis ich noch ein wenig an die Küste gelaufen bin und mir den Wetterbericht geholt hab. Die nächsten Tage solls recht stabil sein und so werde ich morgen wandern gehen. Jetzt wird aber relaxt und wenn es wieder aufgehört hat zu regnen geh ich vielleicht noch mal baden.
Der Abend war genau der richtige Abschluss für diesen Tag. Der Regen hatte sich bald wieder verzogen und das Meer wurde ruhiger und ruhiger. Dazu färbten sich die Wolken leicht rot und nur vereinzelte Wellen die an land schwappten durchbrachen die stille. Selbst Vögel waren jetzt zu hören von denen es hier scheinbar nicht viele gibt. Es ist faszinierend welche innere Ruhe das Meer in einem auslösen kann. Ganz im Gegensatz zu vorgestern abend.





Gepostet vor 6th December 2014 von Andreas

DEC
5
Herzstillstand
Ich weiß nicht warum ich aus dem Zelt geguckt habe, doch was ich gesehen habe war echt nicht lustig. Irgendein Geräusch was mir komisch vorkam und es hätte nicht eine Sekunde später sein dürfen. Mein boot wurde von den Wellen am Strand hin und her gespült. Es lag quer zur Brandung und drohte bei jeder Welle umzukippen. Vor allem hatte ich Angst, dass es zerbricht. Ich bekam zum Glück das seil zu fassen, was eigentlich um einen Stein im Boden gewickelt war. Doch ich hatte keine Chance, das Boot an Land zu ziehen, da der lose Kies viel zu steil war.  Das seil war zu kurz um es irgendwo festzumachen und da war auch nix mehr. Den Stein wo es vorher angebunden war, hat es herausgerissen und der war nicht klein. Durch die Kraft der Wellen wurde das Ufer immer steiler und der Stein hat mein boot wohl einfach nicht mehr gehalten. Ich würde sagen: Anfängerfehler:) Die Steine drückten sich in meine Füße und bei jedem versuch, das Boot an Land zu ziehen, rutschte ich weg. Ich musste die Wasserkanister abschnallen, um überhaupt eine Chance zu haben. Ich ging also ins Wasser, löste die Kanister und brachte sie an land. Bei jeder Welle hatte ich mühe, das Boot nicht zu verlieren. Meine Füße schmerzten, doch zum Schuhe anziehen war keine Zeit. Die Kanister waren irgendwie an Land und auch das Boot bekam ich nun gezogen. Soweit es ging brachte ich es an die steilwand und machte es an den Kanistern fest. Auf den ersten blick war nichts kaputt, nur der Rahmen war etwas verrutscht. Bei der Gelegenheit stellte ich das Zelt auch gleich noch weiter hoch. Inzwischen regnete es auch noch. Ich versuchte mich zu beruhigen. Wenngleich ich nun bedenken hatte, dass die steile kieswand hinter mir nachgibt durch den Regen, der immer heftiger wurde. Doch irgendwann bin ich eingeschlafen...
Der Wind wehte noch zu kräftig, um raus zu fahren und so war ich lieber wandern bzw klettern. 600m gings hinauf und manchmal musste ich wirklich klettern. Der Ausblick war genial und ringsum grollten Gewitter und zogen dunkle Wolken dahin. Ich hoffte nur, dass sie mir nicht zu nahe kamen, vor allem weil ich lange brauchte, um wieder einen " weg " runter zu finden. Doch da ich auf dem plateauähnlichem Gipfel kurz in einer kleinen Kirche war, konnte nix schief gehen. Wieder unten war  ich war baden, hab was gegessen und die tolle Stimmung genossen. Und ich hab mein Zelt zum dritten Mal umgesetzt, da ich nicht vor der kieswand bleiben wollte und sich das Meer ein ganzes Stück zurück gezogen hat. Zwar soll es morgen regnen - es fängt gerade an - doch ich werde trotzdem versuchen weiter zu kommen. Falls mein boot noch da ist;)



Gepostet vor 5th December 2014 von Andreas

DEC
4
Windpause
Nein, nicht der Wind macht Pause sondern ich weil der Wind laut Wetterbericht zwei tage pausenlos wehen soll und das mit ziemlicher Geschwindigkeit. So bin ich heute morgen in den kleinen Ort am ende der langen bucht gelaufen und konnte auf dem Weg dorthin ein paar Sonnenstrahlen erhaschen. Die Nacht hatte es ab und zu geregnet und der Himmel verhieß nichts gutes.
Zwar hatte ich etwas Geld eingesteckt, doch meine Hoffnung auf einen Kaffee wurde schnell enttäuscht. Bis auf vathis sind die kleinen Orte die ich bis jetzt gesehen habe echt trostlos. Dabei ist er schön gelegen. Man sieht noch das er mal ein echtes Paradies gewesen sein muss. Ein kleiner Strand, zwei tavernen, ein kleiner Spielplatz... Doch es ist alles herunter gewirtschaftet. Überall liegt der Müll. Die Schafe laufen durch den Ort und suchen etwas fressbares, doch Menschen sieht man fast keine. Den mann den ich getroffen habe und nach einem Kaffee fragte schaute mich nur verwundert an. So bin ich durch den Ort gelaufen und der Straße hinauf auf den kleinen Pass gefolgt. Eigentlich wollte ich von dort aus dem Kamm folgen und an die Spitze einer kleinen Halbinsel laufen, die ich als nächstes mit meinem boot umrunden will. Doch der Wind wurde immer stärker und es zogen Regenwolken auf, sodass ich umgekehrt bin. War mir nicht klar, ob mein Zelt sicher war vor den immer größer werdenden Wellen. Nach zwei Stunden war ich wieder am Zelt und hab meine Klamotten gewaschen, da das Wasser noch genug Abstand zu meinem lagerplatz hielt. Den restlichen Tag hab ich einfach am Meer gesessen und versucht ein System in den Wellen zu erkennen. Hab gelesen und an meinem "roman" geschrieben, bis ich, bevor es dunkel wurde, mein Zelt doch noch einen Meter nach hinten gerückt habe. Doch immer noch krachen die Wellen drei Meter von mir entfernt auf den losen Kies und holen sich Stein um stein. Machnmal denke ich echt es schwappt gleich ins Zelt. Die Nacht wird definitiv lauter als die letzte. Hoffentlich genauso trocken!!


Gepostet vor 4th December 2014 von Andreas

DEC
3
Ein Traum
Es war zwar etwas ungemütlich auf dem steinigen Boden doch ich hab trotzdem geschlafen wie ein Bär. So hat es auch eine weile gedauert bis ich in die gänge gekommen bin. Aber kurz nach acht hatte ich mein morgenprogramm geschafft und bin hinaus aufs Wasser. Es hat ganz schön geschaukelt aber es wehte kein Lüftchen. Immer an der steilen Küste entlang mit herrlichem Ausblick auf die noch in Wolken gehüllten Berge. Langsam habe ich vertrauen in mein boot und so bin ziemlich dicht an die steilen Felswände heran gefahren. Da wird einem schon anders. Schließlich entdeckte ich einen schmalen canyon der bis ans Wasser reichte und ging an Land. Links und rechts ragten die Felsen in die Höhe und mein Boot füllte fast den ganzen "strand". Ich zog meine wanderschuhe an und bin ein kleines Stück hinauf geklettert. Allerdings wurde es immer steiler und ich bekam bedenken nicht wieder runter zu kommen. Also umgedreht und noch ein Stück mit dem Boot. Die bucht die ich mir ausgekuckt hatte war leider bewohnt und auch voller Müll. Es war zwar niemand da aber ich bin trotzdem zu einer kleinen stelle in der Nähe gefahren. Zwanzig Meter kiesstrand und ein toller Blick aufs Meer. Hinter mir geht's 400 m in die Höhe und das fast senkrecht. Ab und zu kommt ein Frachter gefahren aber sonst ist nur das gebimmel der Ziegenglocken zu hören. Nach einem großen Topf Müsli bin ich ein wenig durch Gegend geklettert. Ist echt schön auf kalymnos. Viele Höhlen, verkrüppelte Bäume, trotz der Jahreszeit blüht es sogar noch vereinzelt, mächtige berge und natürlich das Meer mit seinem glasklaren Wasser. Das hat es mir echt angetan. Tja und dann dieser wunderbare abend. Keine Welle auf dem Wasser, absolute Ruhe, ein Hauch von roten Wolken. Kann mal jemand die zeit anhalten. Hoffe das Wetter hält noch bisschen durch.




Gepostet vor 3rd December 2014 von Andreas

DEC
3
Wetterumschwung
Tja, nach fünf Tagen traumwetter ist der Wind wieder aufgefrischt. Aus der bucht hinaus hatte ich noch rückenwind, doch danach hatte ich zeitweise ganz schön zu kämpfen. Die fallwinde kamen in dermaßen starken Böen die Berge herunter, dass es mich jedes mal zur Seite drehte und ich schon angst bekam, dass es mich auf die See raus treibt. Da ich anfangs den Fehler gemacht habe und nicht dicht am Ufer geblieben bin. Zum Glück hab ich es zurück geschafft, sonst wäre ich wohl in der Türkei gelandet. Die fallwinde ließen langsam nach und ich hatte nun starken rückenwind. Trotzdem habe ich mich nicht mehr nach draußen gewagt, denn die Wellen wurden immer größer. So bin in der nächsten bucht an Land. Ich war echt froh und in einem großen Satz schwemmte es mich an den Strand. Zu meiner Freude lag kein Müll herum, denn ich muss wohl paar Tage hier bleiben. Da es früh am vormittag war, bin ich natürlich noch ein wenig in der Gegend rum geklettert. War in einer kleinen Höhle und hab mich auf den A... gesetzt als der lose Boden unter meinen Füßen nachgab. Ist echt steil die küstenlandschaft. Es sieht nach regen aus und ich hoffe, dass die immer größer werdenden Wellen, es nicht bis zu meinem Zelt schaffen.



Gepostet vor 3rd December 2014 von Andreas

NOV
30
Kalymnos
Nachdem ich gestern Abend mit dem Besitzer des kleinen Hotels (Name?) meine Flasche Wein geleert habe und uns nebenbei ein wenig über Griechenland unterhalten haben, hatte ich eine wunderbar ruhige Nacht. Erst die Hähne im Dorf haben mich kurz nach sechs geweckt. So konnte ich noch ein wenig munter werden bevor es hell wurde. Langsam trudelten die Fischer ein und fuhren einer nach dem anderen hinaus. Ich war allein im hotel da namenlos;) gestern noch nach pothia gefahren ist. Ich frühstückte auf dem kleinen Balkon und blickte dabei auf das spiegelglatte Wasser im Hafen. Zwar war der Himmel bedeckt doch das war mir egal. Ich bin bis zur bucht am Eingang des "fjords" von vathis gefahren und beschloss, da die bucht die schönste bis jetzt war zu bleiben. Schon die Fahrt dahin war ein Genuß. Als ob ich fliege. Durch die ruhige See konnte ich ungehindert auf den Grund sehen und der war bestimmt dreißig Meter tief zu sehen.  Es war zwar erst neun doch so hatte ich genug zeit um auf den Berg am ende der Schlucht zu steigen. Ich mag die Landschaft. Es ist zwar keine wildnis doch sie ist abwechslungsreicher als ich gedacht habe. Vor allem kann ich querfeldein laufen da es durch den felsigen Untergrund keine sehr dichte Vegetation gibt. Mich wundert eh wo hier überall was wächst. Hier gibt es viel mehr Eidechsen als auf pserimos und sogar eine kleine schwarze Schlange ist mir vor die Füße geraten. Nach zwei Stunden war ich oben auf dem Gipfel und hatte eine fantastische Aussicht über die Insel. Das Meer war fast spiegelglatt und es wehte nur ein ganz leichter wind. Trotzdem war es recht frisch da oben. Ich blieb eine weile sitzen bevor ich in großem Bogen auf der anderen Seite der Schlucht wieder ins Tal kletterte. Zwei Jäger waren unterwegs und ballerten in der Gegend rum . Das Gelände ist recht schwierig und die Felsen scharfkantig. Aber ich bin heil ins Tal gekommen. Natürlich gings sofort baden denn die sonne hatte die Wolken vertrieben und ich bin ganz schön ins schwitzen gekommen. Jetzt warte ich auf meine Spaghetti:)

Nachdem ich satt war bin ich das kleine Stück vor zur Küste gelaufen und hab dem treiben auf dem Meer zugesehen. Neben den Fischern die ihn ihren booten saßen und geangelt haben lief auch eine kleine segelyacht aus und ließ meinen Wunsch auch eine zu haben wieder etwas größer werden. Es war wieder ein toller Tag und langsam hab ich mich eingelebt in Griechenland. Nur den Müll kann ich noch nicht so recht ignorieren. Hier liegt aber nicht allzu viel rum und so war er in fünf Minuten "weggeräumt".



Gepostet vor 30th November 2014 von Andreas

NOV
29
Vathys
Es ist ein wunderbarer Ort dieses Vathys. Ein klitzekleiner fjordähnlicher Hafen in dessen ruhigen Wasser sich die kleinen Fischerboote spiegeln. Knapp drei Stunden habe ich von Plati gebraucht da mir der Wind leicht entgegen kam. Einige Delphine sprangen ganz in meiner nähe durch das Wasser und nahmen mir die "Langeweile". Man glaubt gar nicht wie viel sechs Kilometer auf dem Wasser sind. Mein boot liegt genau vor dem kleinen hotel in dem ich mich heute Nacht einquartiert habe und mit dessem Besitzer ich auf dem Motorrad nach pothia gefahren bin. Ich brauchte ein Kabel zum laden meiner Kamera da meins irgendwie nicht funktionierte. In pothia war eine Menge los doch ich bin trotzdem kurz die hafenpromenade entlang gelaufen. Mit dem Bus gings zurück. Mein boot war frisch beladen und so gönnte ich mir einen überbackenen Käse in dem kleinen Restaurant nebenan. Ein einziges Segelboot liegt am Kai ansonsten ist es hier total ruhig. Fast schon idyllisch. Das hotel ist heute den letzten Tag auf, da sich im Winter niemand hier her verirrt. Unverständlich aber mir solls recht sein. In den zwei kleinen minimarkets gab's zwar nicht die größte Auswahl doch ich werde schon nicht verhungern die nächsten tage. Die dusche tat auch gut und heute abend gibt es noch ein hoffentlich leckeres Abendessen. Morgen geht's weiter die Küste entlang. Der Wind soll bis Dienstag aus Süden wehen sodass ich guter Hoffnung bin. Allerdings will ich eh ein wenig wandern gehen auf kalymnos.

Hier leuchten schon die weihnachtssterne. Ich fass es nicht;)





Gepostet vor 29th November 2014 von Andreas

NOV
28
Insel Plati
Regen am morgen doch absolute Windstille. Ein Fischer legte seine Netze aus und kurz nach sieben legte sich der Regen. Also aufgestanden gefrühstückt und Kram zusammen packen. Eine Stunde später saß ich auf dem Boot und fuhr aus der bucht. Ein tolles Gefühl. Einige Angler saßen vor der Küste in ihren booten und kuckten bestimmt erstaunt. Diese Deutschen. Ich fuhr derweil die Küste entlang welche ich schon vor sechs Tagen gesehen hatte. Leider half mir der Wind nicht doch man kann ja nicht alles haben. Reichlich eine Stunde brauchte ich bis zu der kleinen Leuchtturminsel kurz vor Plati. Ich ging kurz an Land und vertrat mir die Beine was die hunderten von Möwen nicht so toll fanden und mit lautem Gekreische abhoben. Etwa gegen elf ließ ich mein boot an einen kleinen Strand gleiten und entschloss mich zu bleiben. Inzwischen ließ sich auch die Sonne blicken und ich startete nach einem gemütlichen Mittagessen zu meiner Erkundungstour über die recht kleine Insel. Die Sonne meinte es gut und die Küste bot von Strand bis Steilküste alles. Viele kleine boote waren unterwegs und natürlich Ziegen. Nach zwei Stunden war ich zurück und war erstmal baden. Und dann sah ich ein ganzes Stück draußen ein paar Delphine aus dem Wasser springen. Sie spielten scheinbar und ich beobachtete sie eine ganze weile. Dann war kochen angesagt. Was brauche ich nicht zu sagen:) . Ja und dann gab's den ersten Sonnenuntergang in Griechenland für mich. Leider waren es ein paar zu viele Wolken. Aber ich bin förmlich die Küste entlang geschwebt bei ein wenig Musik und einer tollen Kulisse. Morgen will ich nach vathis und meine Vorräte aufstocken. Doch jetzt lass ich mich erstmal vom Meer zwei Meter vor meiner Haustür berauschen.





Gepostet vor 28th November 2014 von Andreas

NOV
28
Adios Pserimos
Noch einmal hab ich das tolle Wetter genutzt und bin ein paar Stunden über die Insel gewandert. Diesmal Richtung Westen, also dorthin, wohin ich morgen mit meinem boot will. Hab mir schon eine tolle bucht ausgekuckt, in der ich hoffentlich auch lande. Eine Höhle hab ich entdeckt, in welcher allerdings die ziegensch... von glaub ich hundert Jahren lag. Komischerweise hat es überhaupt nicht gestunken. Keine Wolke ist heute am Himmel zu sehen und so war ich nach dem etwas verspäteten Mittagessen baden. Wer weiß, wie lange es noch so "warm" bleibt. Danach hab ich mein boot für morgen vorbereitet und es vor allem zum Wasser gezogen. Hab die Wasserkanister, die noch recht gut gefüllt sind aber abgemacht, um mich und mein Boot nicht gar so sehr zu schinden. Ein Fischer war auch in der bucht und so denke ich, dass der Wetterbqericht für morgen stimmt. Purer Ostwind und dazu Sonnenschein. Aber ich wills nicht beschreien. Bin jedoch echt froh, dass es weiter geht und hoffe, dass die nächste Zwangspause kürzer ausfällt, sonst brauche ich noch Büchernachschub... Seit gestern ist es übrigens nicht mehr ganz dunkel am Abend, da der Mond langsam größer wird und immer später untergeht. Zum ersten Mal wird mein Zelt nicht vom Wind hin und her gerissen, wenngleich ich noch nicht wirklich daran glaube, morgen weiter zu kommen.



Gepostet vor 28th November 2014 von Andreas

NOV
27
Ein wunderschöner Tag
Mein boot stand noch da heute morgen und der Sturm hatte deutlich nachgelassen. Nur die Ziegen hatten Verspätung und so bin ich in die andere Richtung aufgebrochen, um sie nicht aus ihrem täglichen Rhythmus zu bringen bzw zu verscheuchen, wenn ich ihnen entgegen komme. Durch die schroffe Schlucht, die von der bucht hinauf führt, bin ich auf die Südseite gelaufen. Eigentlich wollte ich dort baden gehen, doch leider versteckte sich die Sonne hinter den immer mehr werdenden Wolken und so war es mir dann doch zu kalt. So folgte ich der Küste und war echt begeistert, welch wild anmutende Plätzchen ich fand. Der Wind tat sein übriges und das Spiel aus Licht und Schatten ließ mich schon fast euphorisch werden. Fast fünf Stunden war ich unterwegs und folgte den schmalen Ziegenpfaden, die überall auf der Insel zu finden sind. Einige Fischer waren draußen unterwegs und das Meer beruhigt sich scheinbar langsam wieder. Als ich zurück in meiner bucht war musste ich lachen, als mein boot 10 Meter vom Wasser entfernt stand, an einem seil angebunden, welches dreimal um den Baum gewickelt war. Kaum zu glauben, was so ein bisschen Wind ausmacht. Gestern Abend wurde es von den Wellen noch hin und her geschwemmt. Doch es war auch ein gutes Gefühl den Strand ohne den ganzen Müll zu sehen. Hat sich echt gelohnt meine Aufräumaktion auch wenn ich mittlerweile aufgegeben habe. Es ist einfach kein ende in Sicht.

Irgendwie hab ich mir meine Reise etwas anders vorgestellt, doch langsam finde ich mich damit ab, dass es Tage geben wird, an denen ich einfach warten muss. Es aussitzen sozusagen. Ich hab großen Respekt vor dem Meer und ich muss meine Erwartungen wohl etwas zurück schrauben, so wie damals, als ich startete, um durch die Anden zu laufen. Ich sollte mich einfach darauf besinnen, mich treiben zu lassen - im wahrsten Sinne des Wortes;) - und dankbar sein, dass ich durch die Welt reisen kann.



Gepostet vor 27th November 2014 von Andreas

NOV
26
Patagonien light
Heute also eigentlich ja gestern war der erste Tag, von dem man meinen könnte, es ist Herbst. Keine 10 Grad und Sturm vom feinsten. Zumindest hatten die Wolken am morgen eine eher sommerliche Färbung. So hat es auch gedauert, bis ich zu meinem inzwischen gewohnten Morgenspaziergang aufgebrochen bin. Doch ich muss eh erst die Ziegen durch lassen, die jeden Morgen kurz nach acht den schmalen Pfad entlang in die bucht gelaufen kommen und mit ihren Glocken dafür sorgen, dass ich munter werde. Oben auf dem "Berg" war es gleich noch mal so kalt. So war ich recht schnell wieder am Zelt, doch der Wind wehte unverändert. Ich legte mich noch eine Weile hin und las etwas, bis ich mich durchgerungen habe, noch ein wenig Müll zu sammeln. Allerdings gestaltete sich das bei dem Wetter schwierig, da nichts in der Kiste blieb. Also gab ich auf und faulenzte weiter im Zelt. Mein Boot muss ich jeden Tag weiter an Land ziehen, da die Wellen immer mehr vom Strand wegspülen. Hoffe nur, dass ich es auch wieder ins Wasser bekomme ohne die Wasserkanister abschnallen zu müssen. Einer von ihnen war wohl schon mal mit Benzin gefüllt. Jedenfalls ist das Wasser darin ungenießbar. Da es mir abends zu zeitig ist, hab ich heute mittags gekocht, bevor ich mich gegen den Wind mal wieder vor an die Küste gekämpft habe. Das stetige Geräusch des Windes ist langsam nicht mehr schön und ich hoffe, das hört bald auf sonst bete ich wirklich noch zum Wettergott. Am Abend bzw eigentlich ja noch nachmittag drückte die Sturmflut dermaßen in die Bucht, dass ich mein Boot neu befestigen musste. Dabei ist mir auch noch die Ankerleine aus der Hand gerutscht und ich war klatschnass bis ich sie endlich aus den Wellen gefischt hatte. Jetzt hängt mein boot am Baum und zusätzlich hab ich den Anker rausgeworfen damit es nicht zu sehr hin und her gerissen wird. Hoffe dass es morgen noch da ist. Obwohl wenns so weiter stürmt kann ich eh nicht schlafen. Ich sehe mich schon im dunklen draußen rumrennen und mein Boot festhalten. Die Wellen die sich dem Strand nähern sind bestimmt drei Meter hoch. Mittlerweile prasselt auch schon der Sand gegen die Zeltwände und ich stehe ein ganzes Stück weg. Obwohl, wenns so weiter geht steht mein boot bald neben mir bzw schwimmt. Richtig was los hier in Griechenland. Aber so kommt wenigstens keine Langeweile auf und ich vermisse Patagonien kein bisschen. Jedenfalls ist mir gerade das erste mal a...kalt in Griechenland.




Gepostet vor 26th November 2014 von Andreas

NOV
25
Zeit totschlagen
Langsam spüre ich den Drang, weiter zu wollen, doch das wäre glatter Selbstmord meine ich. Die Wellen bilden ein einziges Durcheinander und ich glaube nicht, dass ich mein kleines boot zielgerichtet steuern könnte. Ich brauche Ostwind oder zumindest max. 25km/h, um dem Meer nicht ausgeliefert zu sein. Ab Freitag soll der Wind nachlassen. Doch langsam komm ich mir echt vor wie gestrandet. Es wird gleich wieder dunkel und heute hab ich das erste von neun Büchern zu ende gelesen. Am Morgen war ich auf einem der Berge, um den Wetterbericht empfangen zu können und zu lesen wer Formel 1 Weltmeister ist. Sehr wichtig ich weiß;) Danach hab ich für ne Stunde Müll gesammelt. Zumindest der Strand sieht auf den ersten blick jetzt sauber aus. Es ist ziemlich deprimierend, wenn ich sehe, was hier überall noch rumliegt und ich frage mich echt, wo das ganze Zeug herkommt.
Gegen Abend lässt der Wind immer etwas nach und so kann ich wenigstens gut einschlafen. Bin heute nachmittag raus zur Küste gelaufen und in der! Brandung will ich echt nicht enden. Ich würde ja vielleicht noch raus kommen, aber nur um dann zuzusehen, wie mein boot in Einzelteile zerlegt wird. Da ist faul rumsitzen und hinaus aufs Meer starren eindeutig die bessere Alternative. Also warte ich weiter ab und sammle Müll um den wettergott hoffentlich zu besänftigen;) alles reiner Eigennutz quasi.

Gepostet vor 25th November 2014 von Andreas

NOV
24
Unter Menschen
Nichts Neues von pserimos. Es windet kräftig weiter und leider aus der falschen Richtung. So bin ich in den kleinen und einzigen Ort gelaufen in der Hoffnung etwas Gesellschaft und einen Kaffee zu finden.  Ersteres bekam ich schon vor dem ort, als mir ein gut betagter Grieche über den Weg lief. Leider sprach er kein englisch, kein spanisch und auch kein deutsch. Wer will es ihm verdenken. Wahrscheinlich lebt er schon immer auf der Insel und hat andere Sorgen als sich mit touris zu unterhalten. So liefen wir ein Stück schweigend nebenher bis er zu ein paar Bienenstöcken abbog und ich weiter hinein in den kleinen Ort kam. Es sah ziemlich trostlos aus links und rechts des Weges und fast kam ich mir vor wie in Chile auf dem Land. Ab und zu hörte ich paar Stimmen aus einem der kleinen Häuser doch der Ort wirkte mehr als ausgestorben. Ich lief weiter und kam zu dem überraschend schönen Hafen. Ihn säumten kleine weiße Häuser und von dem Sturm auf der anderen Seite ließ nur das langsam auf und absteigende Wasser etwas ahnen. Ich fand sogar ein kleines offenes "Restaurant" und grüßte die beiden älteren Männer darin. Sie waren etwas überrascht fast erschrocken. Ich fragte nach einem Kaffee und siehe da, es gab welchen. Allerdings war es eher eine schwarze nach Kaffee schmeckende brühe. Leider sprachen die beiden auch kein englisch doch ich machte dem Wirt begreiflich dass ich gern etwas essen wollle. Die zwei Sandwiches waren zwar etwas zu groß aber haben im Gegensatz zum Kaffee geschmeckt. Ich versuchte ihnen zu erklären dass ich auf der anderen Inselseite auf besseres Wetter wartete bevor ich mich wieder verabschiedet habe. Mit vollem Magen gings zurück. Nach etwa einer Stunde war ich wieder am Zelt und kontrollierte mein boot auf seinen Zustand. Ein paar Kleinigkeiten gefielen mir nicht und so schraubte ich ein wenig dran rum. Schließlich entschloss ich mich doch damit anzufangen die Bucht von dem ganzen Müll zu befreien, denn so wie es aussieht sitze ich noch eine Woche hier fest. So suchte ich mir die größte Kiste die rumlag und fing an das ganze Zeug in ein großes Loch, welches wohl mal ein Keller war zu schaffen bzw zu kippen. Das Loch ist zwei mal drei Meter und etwa zwei Meter tief. Ich glaube das bekomme ich die nächsten Tage voll. Echt krass, aber soviel Müll vor allem Plastikflaschen liegen hier rum. Vielleicht schaffe ich es ja und sehe die wunderschöne bucht noch ohne Müll. So verbringe ich die zeit wenigstens mit etwas sinnvollem.


Gepostet vor 24th November 2014 von Andreas

NOV
23
Es stürmt
Habe heute den Wetterbericht gelesen und der sagt bis nächsten Samstag starken Wind bis Sturm aus Norden voraus. Was bedeutet, ich komme hier vor Samstag nicht weg. Einzig Mittwoch bietet sich eventuell eine Chance.  Zum Glück hab ich genug Bücher dabei. Bin heute vier Stunden über die Insel gestiefelt und war in einer idyllischen kleinen bucht auf der anderen Inselseite baden. Es ist angenehm warm und am Himmel ist fast keine Wolke zu sehen. Trotzdem ist mein Entdeckerzwang ziemlich eingeschränkt. Aber vielleicht brauche ich das ja auch. Einfach mal in den Tag hinein zu leben. Nichts tun will auch gelernt sein. Ist trotzdem eigenartig auf den Wind angewiesen zu sein. Man ist gewissermaßen frei und gefangen zu gleich. Zu Fuß konnte ich loslaufen wann ich wollte. So hat halt alles seine Nachteile, wenn man das überhaupt so nennen kann. Zu essen hab ich jedenfalls genug mit. Muss es nur vom gut vertäuten boot holen. Hab schon überlegt ob ich die bucht vom Müll befreien soll,  doch das wäre uferlos allein. Ist leider so. Und so versuche ich den überall rumliegenden Kram zu ignorieren. Es muss mal ein wunderschönes Plätzchen gewesen sein und ich stelle mir vor, wie die Menschen hier gelebt haben vor vielen Jahren. Frage mich, ob sie die Zeit hatten dieses kleine Paradies zu genießen.
Der Wind wird immer stärker und es wird wohl eine schlaflose Nacht vor lauter Geheule und geflatter. Nicht mal die Wellen sind mehr zu hören. Da hab ich nun ein Boot und kann es nicht nutzen. Aber es ist auch ein ziemlich intensives Gefühl auf die "gnade" der Natur angewiesen zu sein. Es reduziert das leben auf die grundlegenden Dinge und vor allem hat man jede Menge Zeit darüber nachzudenken.




Gepostet vor 23rd November 2014 von Andreas

NOV
22
Gestrandet
Es war eine unruhige Nacht und mir war klar, dass ich heute nicht weiter komme. So bin ich eine weile an der Küste entlang gelaufen und überlegt, ob ich zu der gegenüber liegenden bucht fahren soll. Die Wellen wäre waren bestimmt zwei Meter hoch, doch sie brachen noch nicht. Allerdings schien der Wind noch stärker zu werden, so dass ich das wohl vergessen konnte. So zog ich mein boot noch ein Stück an Land um heute Nacht etwas ruhiger zu liegen. Ich machte noch ein zweites Frühstück und als die Wellen langsam kleiner wurden packte ich alles zusammen. Ich wollte doch noch auf die gegenüber liegende Seite. Ich hatte zwar etwas bammel, doch irgendwie wollte ich wissen was mein boot kann. Der Wind wehte schließlich landeinwärts und schlimmsten Falls hätte es mich auf die steilen Felsen am Ufer treiben können. Doch alleine schon das losfahren gestaltete sich äußerst schwierig.  Gegen die Wellen und den Wind schwappte es mich einige male zurück ans Ufer, bis ich doch hinaus gekommen bin.  Schon nach wenigen Metern erwischte mich eine Böe und trieb mich fast auf einen Felsen. Ich demmerte was ging und entkam der Berührung nur knapp. Es waren nur 600m bis hinüber doch nach nicht mal der Hälfte riss meine Welle aus der Lagerung und ich war quasi ohne Antrieb. Ich fluchte weil ich es mir nicht erklären konnte.  Das Boot schaukelte und ich musste irgendwie runter zu der Welle. Ich fluchte gleich nochmal so laut, als ich sah was es war. Ein Gurt hatte sich um die Welle gewickelt und sie schließlich dermaßen gespannt, dass sie aus dem Lager gerutscht war. Zum Glück konnte ich alles schnell reparieren und ich war schon weit genug draußen um nicht auf die Felsen getrieben zu werden. Es war meine eigene Schuld, da ich vergessen hatte den Gurt an seinem Platz zu verstauen und in Zukunft werde ich Abfahrtskontrolle machen. Glück gehabt und der Rest war eigentlich ganz einfach. Das schwierigste ist das an Land ziehen. Sind immerhin fast 200 Kilo. Auch hier liegt jede Menge Müll. Scheinbar treibt der sogar von Istanbul bis hier her. Echt schade, denn eigentlich wäre die bucht ein Traum.  Eine alte Ruine steht noch unter ein paar verkrüppelten Bäumen und einige Ziegen ziehen umher. Nach nem kurzen mittagspäuschen und Zelt aufbauen bin ich wieder zu Fuß los. Die Insel ist richtig schön. Schroffe, , weiße Felsen, viel Grün und tolle Ausblicke.  Nur ein kleiner Bach fehlt. Heute abend bzw am späten Nachmittag gab's Spaghetti mit Fleischklöschen in Tomatensauce. Die in kos waren besser:) mittlerweile stürmt es und ich bin froh nicht mehr in der kleinen bucht zu sein. Die steht wahrscheinlich schon unter Wasser. Dunkle Wolken ziehen auf und ich werde wohl auch morgen nicht weiter kommen.




Gepostet vor 22nd November 2014 von Andreas

NOV
22
Ausgebremst
Ein Kilometer hat gefehlt bis mich der Wind zum umkehren zwang. Nach einer Stunde Kampf hab ich aufgegeben, das Segel gesetzt und bin zurück. In einer kleinen bucht steht jetzt mein boot und da ich Angst hab, dass Wasser schwappt rein hab ich mein Zelt auf dem Boot aufgebaut. Es schaukelt ein wenig durch den Wind, doch nicht annähernd so wie auf dem Wasser heute.  Ich ärger mich ein wenig, weil ich den Fischer der mir entgegen kam nicht gefragt habe, ob er mich in Schlepptau nimmt. Denn jetzt werde ich wohl paar Tage hier festsitzen, da der Wind noch stärker werden soll. Die Insel ist ziemlich bergig und zum mittag bin ich zu einem kleinen Ausflug gestartet. Ich hatte einen tollen Blick über das Meer und war froh, dass ich nicht vom Wind abgetrieben wurde. Mittlerweile waren die Wellen meterhoch und schäumten weiß. Vielleicht hab ich ja Glück und es kommt noch ein Fischer. Denn so groß ist die Insel nicht um hier fünf Tage zu verbringen. Fühle mich ein wenig wie Robinson crouso;) und das schon nach nicht mal einem Tag. Mittlerweile ist es auch schon wieder dunkel und wenn ich mich auf den Rücken lege blicke ich auf einen von Sternen nur so wimmelnden Himmel. Hoffe nur das ich in der Nacht nicht weggeschwemmt werde. Die Wellen schaffen es fast bis zum Boot. Hab vorsichtshalber mal die Leine an einem Felsen festgemacht. Vielleicht hab ich ja doch Glück und der Wind dreht bis morgen früh. Ansonsten werde ich die andere seite der Insel noch zu Fuß erkunden.



Gepostet vor 22nd November 2014 von Andreas

NOV
20
Tag 1 - Es funktioniert! !
23km in 5 Stunden. Mit Segelunterstützung. Und das am ersten Tag. Um neun hab ich den Hafen verlassen nachdem ich mich von yanez dem Tankwart verabschiedet hatte. Ich bin total fertig und zwischendurch ist mir ziemlich schlecht geworden vor lauter Wellen. Die waren teilweise höher als bei ner Berg und Tal Bahn.  Aber mit der zeit hab ich mich an das geschaukel gewöhnt. Reichlich 12 Kilometer bin ich übers offene meer und ich dachte zum Schluss ich komme nie an. Die Insel pserimos wurde und wurde nicht größer. Doch nach knapp vier Stunden war ich am Ufer angekommen. Mit Gegenwind hätte ich das nie geschafft.  Nach nem Häppchen zu essen gings dann noch ein wenig an der Küste entlang unter ständiger Beobachtung der Marine, die in der nähe der Insel auf und ab fuhr. Sie haben Probleme mit illegalen Einwanderern und so sind sie ständig unterwegs. Ich hatte Glück, dass der Wind aus Süden kam und trotzdem war es echt anstrengend. Mit etwas Training wird das hoffentlich besser.  Aber ich bin stolz auf mein boot und froh, dass es auch voll beladen funktioniert. Insgesamt 300 kg etwa sind es mit Boot und laut GPS fahre ich ohne Segel etwa 3-4 kmh. Mit Segel waren es knapp 7. Allerdings werde ich segeln eh vergessen können, da der Wind ab morgen aus Norden kommt und das ziemlich kräftig, sagt der Wetterbericht. Wahrscheinlich werde ich aber vor lauter muskelkater nicht mal aus dem Zelt kommen. Mein boot liegt vor Anker in der kleinen bucht, die leider übersät ist mit Müll. Hab ich zwar erwartet, doch ich hoffe, dass nicht jede so aussieht. Morgen will ich zu einer kleinen Insel nur 3km von hier. Hab ja schließlich Urlaub und wills nicht gleich übertreiben am Anfang. Hoffentlich weht der Wind nicht zu stark. Übrigens waren die sandfliegen in Neuseeland human. Die hier sind so klein, dass man sie nicht mal sieht. Und da ich das Zelt offen hatte, hab ich jetzt ein kleines:) Problem. Meine isomatte gibt auch den Geist auf, so wie damals in tasmanien. Diesmal weiß ich jedoch, dass es keine Monsterwürmer aus der Erde sind;)
Es ist wunderbar ruhig hier und ab und zu schafft es eine Welle ans steinige Ufer. Werde hoffentlich besser schlafen als im hotel.




Gepostet vor 20th November 2014 von Andreas

NOV
18
Startklar
Morgen gehts hinaus aufs offene meer. Bin heute bei ziemlichen Wellen hinein in den Hafen gefahren,  da die Tankstelle außerhalb liegt und die Wellen einfach zu groß waren um mein boot zu beladen.  War erstaunt wie gut ich durch die Wellen gekommen bin und somit guter Dinge für morgen.  Der Hafenmeister hat mich an meinem Platz empfangen und mir beim festmachen geholfen.  Danach hatte ich dann jede Menge Besucher. Mittag gab's wieder Burger und dann war ich einkaufen.  Da ich ja nichts schleppen muss hab ich mich recht gut eingedeckt.  Irgendwann war ich dann fertig und hab mich ans Kai gesetzt, ein wenig mit den Leuten gequatscht und die ruhige Stimmung genossen.  Zu vor hatte ich noch ne Schrecksekunde zu überstehen,  als der Geldautomat plötzlich meine Kreditkarte als gesperrt deklarierte. Zum Glück nur ein Fehler im System. Kurz bevor ich aufbrechen wollte, hat mir einer der Arbeiter noch ne Flasche Wein vorbeigebracht. Nur doof das ich keinen Korkenzieher habe. Aber wer weiß zu welchem Anlaß sie herhalten muss. Jetzt kommt hoffentlich gleich mein zweiter Burger heute und dann hab ich noch paar Postkarten zu schreiben, bevor ich ziemlich geschafft ins weiche Bett fallen werde. Hab mir grad noch ne Simcard geholt, um immer an den aktuellen Wetterbericht zu kommen und ne Mütze gegen die Sonne, die hier noch kräftig scheint. Leider nur bis kurz nach fünf. Mal sehen wo mich der Wind morgen hintreibt. Aber das werdet ihr ja sehen, denn ab morgen nehme ich meinen Spot in Betrieb und sende zweimal am Tag meine Position. Bis demnächst also. Keine Ahnung von woher.




Gepostet vor 18th November 2014 von Andreas

NOV
17
Kos Marina
Es lief alles besser als gedacht.  Gepäck ist angekommen, hotel ist angenehm ruhig und mittlerweile steht mein boot fertig im Hafen.  Ich brauchte nicht mal selber Luft aufpumpen, denn ich bekam meinen Platz direkt an der Tankstelle des Hafens. Mittag gab's nen Burger und grade eben Spaghetti.  Schon mal zum eingewöhnen quasi.  Wenngleich die meinen wohl nicht so lecker schmecken werden.  Noch ist das Meer ruhig und das soll bis Mittwoch so bleiben. Richtung Wochenende soll es dann etwas ungemütlich werden. Hoffe dass ich rechtzeitig nen geschütztes Plätzchen finde. Ein Hauch von Patagonien:) Aber soweit ist es ja noch nicht. Werde morgen Proviant besorgen, meine heute gekauften Kanister mit 80 Liter Wasser füllen und mein Boot ins selbige befördern.  Die Leute hier, nicht nur im Hafen sind alle sehr hilfsbereit und mein Tretboot hat sich schon rumgesprochen. Jedenfalls waren einige Leute da um es zu begutachten.  Die meisten waren skeptisch,  aber das bin ich ja auch noch:)
Jetzt lass ich mich vom Meer berauschen und versuche besser zu schlafen als letzte Nacht. Muss mich erst dran gewöhnen,  dass es diesmal nicht bis zehn hell ist wie im Süden...